Die Nagelbilder von Günther Uecker bestehen aus vielen Nägeln, die in eine Leinwand oder Holzplatte geschlagen werden. Dadurch entstehen reliefartige Strukturen, in denen Licht und Schatten eine wichtige Rolle spielen, sodass sich das Bild je nach Blickwinkel verändert. Die ...
Die Nagelbilder von Günther Uecker bestehen aus vielen Nägeln, die in eine Leinwand oder Holzplatte geschlagen werden. Dadurch entstehen reliefartige Strukturen, in denen Licht und Schatten eine wichtige Rolle spielen, sodass sich das Bild je nach Blickwinkel verändert. Die wiederholte Handlung des Nägel-Einschlagens hat auch eine meditative Bedeutung. Gleichzeitig können die Nägel Schmerz, Gewalt und Verletzung symbolisieren, während aus der Zerstörung etwas Neues und Schönes entsteht. Damit wollte Uecker auch auf die Erfahrungen nach dem Krieg reagieren und einen Neuanfang in der Kunst zeigen, wie ihn die Künstlergruppe ZERO anstrebte.
Günther Uecker verwendet weiss auf seinen Nagelbrettern, um Licht, Schatten und Struktur zu betonen, wodurch eine dynamische, meditative Wirkung entsteht. Weiss gilt in seinem Werk als «ideale Farbe», die den Fokus auf die Lichtreflexe der Nägel lenkt. Diese Philosophie wurde in der katholischen Pfarrei Elgg aufgenommen und nach dem Vorbild von Uecker in zwei Nagelbrettern fixiert.
Gemeinschaftswerk
Viele Hände aus der Pfarrei haben an den beiden Nagelbildern mitgewirkt. Die beiden Nagel-Bretter wurden von Hansjakob Steinemann und Dominik Goldmann aufgehängt. Nun wurden sie nach dem Sonntags-Gottesdienst vom 8. März durch Gemeindeleiter Jürgen Kaesler gesegnet. Der Pfarreirat hat dazu feine Zöpfe gebacken, die im Gottesdienst zum Thema Dank ebenfalls mit anderen Utensilien des Pfarreirates einen Platz hatten. Bei einem Apéro konnten man die Nagelbilder in Augenschein nehmen.
Im Pfarreizentrum darf man gerne dieses Kunstwerk mit dem Titel «Georgslegende», 2026 besichtigen.
(MITG)