Die weltberühmte Rede des Bürgerrechtskämpfers Martin Luther King inspirierte die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu ihrer Feier am vergangenen Sonntag in der Elgger Kirche.
«Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben ...
Die weltberühmte Rede des Bürgerrechtskämpfers Martin Luther King inspirierte die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu ihrer Feier am vergangenen Sonntag in der Elgger Kirche.
«Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht nach der Farbe ihrer Haut, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden», dies ein kleiner Ausschnitt aus der aufrüttelnden Rede des unvergesslichen Kämpfers für Gleichberechtigung und gegen Rassismus.
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich vertieft mit dem Thema dieser Rede auseinandergesetzt und eine beeindruckende Feier vorbereitet. Schon die Begrüssung hiess die Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen mit der Bitte, die belastenden Gedanken ganz einfach vor der Kirchentüre liegen zu lassen und sich im Gottesdienst auf die Träume der jungen Leute und die eigenen Visionen einzulassen.
Träume
Die Jugendlichen dachten intensiv über ihre Träume nach. Einen Marathon zu laufen, als Springreiterin Erfolg zu haben oder ein bekannter Gitarrist zu werden. Sie erzählten von den Wünschen verschiedener Menschen aus der ganzen Welt. Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Die einen lassen sich verwirklichen, andere müssen begraben werden. Wichtig sei es, dranzubleiben, an sich zu glauben und mit Engagement sein Ziel zu verfolgen. Ein Beweis dafür lieferte das gelungene Medley auf der Gitarre, akustisch und elektrisch! «Nie aufhören zu träumen!», die Aufforderung an das Publikum.
Eine Fabel
Um das Thema zu verdeutlichen, erzählten die Jugendlichen eine selbst geschriebene Geschichte über eine Schnecke, die mit ihrem kleinen Haus unterwegs ist. Sie trifft auf einen grossen Frosch und versteckt sich ängstlich in ihrem Haus. Der Frosch fragt neugierig nach den Träumen der Schnecke. Diese möchte gerne etwas grösser sein. Im Gegenzug möchte die Schnecke auch über die Träume des Frosches mehr wissen. Dieser wünscht sich ein Haus auf dem Rücken, wo er sich verziehen kann, wenn Gefahr droht. Dann taucht plötzlich eine Schildkröte mit ihrem starken Panzer auf. Sie hingegen wünscht sich, ohne schweres Haus unterwegs sein zu dürfen und etwas kleiner zu sein, um weniger aufzufallen. Und die Moral von der Geschichte: Wir träumen oft von den Fähigkeiten oder vom Besitzt anderer und merken dabei nicht, dass andere genau davon träumen, das zu können oder zu besitzen, was wir selbst schon als Selbstverständlichkeit betrachten. Wer nur daran denkt, was er nicht hat, vergisst dabei, welche Schätze er bereits besitzt. Eine Geschichte, die bestimmt auch das Publikum zum Nachdenken bewog.
Hoffentlich auf ein Wiedersehen
Die Konfirmandinnen und Konfirmandinnen erinnerten sich in ihren Beiträgen an die wertvolle und auch lustige Zeit im Konf-Unti. Es wurde viel gelacht, unermüdlich diskutiert und über Gott und die Welt nachgedacht.
Pfr. Stefan Gruden hatte für alle seine «Könfis» wohlwollende, ermutigende Worte vorbereitet. Ein feierlicher Moment, wenn die Hand des Pfarrers allen seinen Schützlingen den Segen erteilt und ihnen auf dem Weg in die Zukunft viel Glück wünscht. Sein Traum, den jungen Leuten auf ihrem Lebensweg wieder zu begegnen, wird sich hoffentlich erfüllen.
CHRISTA HUG