Am letzten Samstag konnte man auf dem Alpakahof in Elgg eine besondere Landung erleben: Punkt 11 Uhr setzte ein Helikopter der Helimission auf dem Alpakahof von Hans und Christine Ott auf.
Wer schon einmal in der Nähe eines landenden Helikopters gestanden hat, weiss, mit welcher ...
Am letzten Samstag konnte man auf dem Alpakahof in Elgg eine besondere Landung erleben: Punkt 11 Uhr setzte ein Helikopter der Helimission auf dem Alpakahof von Hans und Christine Ott auf.
Wer schon einmal in der Nähe eines landenden Helikopters gestanden hat, weiss, mit welcher Kraft die Rotorblätter Luft und Staub aufwirbeln. Zwischen der schönen Landschaft, dem Hof und den Alpakas wurde die Ankunft des Helikopters zu einem eindrücklichen Erlebnis für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.
Hans und Christine Ott, die seit 1993 im umgebauten Elternhaus von Hans wohnen, hatten zum Anlass eingeladen und empfingen gemeinsam mit den Gästen den Helikopter.
Nach der Landung begrüsste Hans Ott die Anwesenden und gab erste Informationen zum Anlass. Anschliessend übergab er das Wort an Simon Tanner, CEO und Pilot der Helimission. Bei schönem Wetter erzählte Tanner draussen von der Geschichte der Organisation und von seinen eigenen Erlebnissen.
Die Geschichte der Helimission begann 1971. Damals entschied sich Tanners Vater, das Wort Gottes auch dort weiterzugeben, wo Menschen nur schwer erreichbar sind und Reisen teilweise mehrere Tage dauern.
Mit der Anschaffung des ersten Helikopters und der Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen entstand eine Hilfsorganisation, die bis heute Menschen in abgelegenen Gebieten unterstützt. Tanners Vater ist mittlerweile 99 Jahre alt, seine Mutter ebenfalls hochbetagt.
Einsätze und Erlebnisse im Busch
Heute leistet die Helimission vor allem in abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen Hilfe. Die Stiftung unterstützt Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit in sozialen, medizinischen und geistlichen Bereichen. Von ihren beiden heutigen Helikopterbasen in Papua und Madagaskar aus werden lokale Organisationen im Busch unterstützt. Die Helikopter transportieren Medikamente, Baumaterial und medizinische Einrichtungen, bringen medizinisches Personal in entlegene Gebiete und fliegen Notfallpatienten sowie Unfallopfer zur medizinischen Versorgung. Auch Buschkrankenhäuser werden bei ihrer Versorgung und ihrem Unterhalt unterstützt.
Simon Tanner berichtete von seinen Einsätzen und Erlebnissen im Busch, unter anderem in Papua-Neuguinea. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der Helikopter in Regionen ist, in denen Strassen fehlen oder Dörfer nur nach tagelangen Reisen erreichbar sind. Die Helimission finanziert ihre Arbeit durch freiwillige Spenden und ist deshalb auf die Unterstützung vieler treuer Gönnerinnen und Gönner angewiesen.
Nach dem informativen Teil war Zeit für Begegnungen und gemütliches Beisammensein.
Die Burger der «BurgerChuchi» waren sehr beliebt, dazu gab es Getränke und Kaffee. Wer wollte, konnte regionalen Honig kaufen oder am Stand der Helimission Bücher und weitere Artikel zugunsten der Organisation erwerben.
Ein beliebter Programmpunkt um 14 Uhr: Fünf glückliche Gewinnerinnen und Gewinner eines Wettbewerbs durften gemeinsam mit dem Piloten noch vor Ort zu einem Rundflug abheben.
Für die Auserwählten war die Begegnung mit dem Helikopter etwas ganz Besonderes.
So verband der Anlass auf dem Alpakahof eindrücklich die Begegnung mit einem Helikopter mit einer Mission, die dort hilft, wo andere kaum hinkommen – und deren Arbeit seit mehr als fünf Jahrzehnten Menschen in abgelegenen Regionen zugutekommt.
EMANUELA MANZARI