«Gut erhaltenen Dingen ein zweites Zuhause geben»
24.09.2026 ElggAm 21. Oktober findet die Kinderkleider- und Spielzeugbörse Elgg wieder statt. Börsenleiterin Johanna Schuler erzählt, was angeboten wird, wie die Börse organisiert ist und was sie für die Region bedeutet.
Was ist die Kinderkleider- und Spielzeugbörse ...
Am 21. Oktober findet die Kinderkleider- und Spielzeugbörse Elgg wieder statt. Börsenleiterin Johanna Schuler erzählt, was angeboten wird, wie die Börse organisiert ist und was sie für die Region bedeutet.
Was ist die Kinderkleider- und Spielzeugbörse Elgg?
Johanna Schuler: Die Börse bietet eine Plattform für gut erhaltene Kinderkleider, Spielsachen und weitere Artikel rund ums Kind. Das Angebot reicht von Umstandskleidung über Baby- und Kinderartikel bis ins Teenageralter. Unser Ziel ist es, schönen und qualitativ guten Dingen ein zweites Zuhause zu geben.
Wie lange gibt es die Börse und wie sind Sie zur Leitung gekommen?
Die Börse gibt es bereits seit vielen Jahren. 2016 übernahm Philippina Hediger die Leitung. 2025 durfte ich diese Aufgabe übernehmen. Philippina ist glücklicherweise weiterhin im Börsenteam dabei. Seither ist es mir wichtig, die Börse weiterzuentwickeln und neue Kundinnen und Kunden zu erreichen.
Was müssen Verkäuferinnen und Verkäufer bei der Annahme beachten?
Die Artikel werden über die Basarlino-App erfasst und die Etiketten zu Hause ausgedruckt. Die Waren müssen sauber, gewaschen und in gutem Zustand sein. Pro Person können maximal 40 Artikel angeboten werden, bei Babybekleidung der Grössen 50 bis 74 maximal zehn. Die Annahme erfolgt von 17 bis 19 Uhr.
Welche Artikel werden an der Herbstbörse angenommen?
Das Sortiment richtet sich nach der Jahreszeit. Sommerkleider und kurze Hosen werden an der Herbstbörse nicht angenommen, T-Shirts hingegen schon. Auch reine Sommerartikel wie Tauchsets oder Flossen bleiben draussen. Bei den Marken gibt es keine Einschränkungen. Die Artikel müssen sauber, vollständig und funktionstüchtig sein. Plüschtiere werden nicht angenommen.
Wie erleben Sie den Börsentag?
Mein Tag beginnt kurz vor 8 Uhr mit einem letzten Rundgang und einem Briefing des Teams. Bereits vor 9 Uhr warten teilweise die ersten Besucherinnen und Besucher. Für den Ansturm öffnen wir mit vier Kassen. Besonders schön ist es, wenn die Besucherinnen und Besucher genau das finden, was sie gesucht haben. Am Nachmittag gibt es zudem wieder eine «3 für 2»-Happy-Hour. Nach dem Verkauf beginnt das Zurücksortieren der nicht verkauften Artikel.
Was erwartet die Besucherinnen und Besucher?
Neben Kleidung und Schuhen gibt es unter anderem Kinderwagen, Kinderstühle, Kinderbettchen und Fahrräder. Das Spielzeug reicht von Gesellschaftsspielen und Puzzles über Lego und Playmobil bis zu Fahrzeugen und Puppen. Zudem gibt es einen Bereich für Schwangerschaft, Baby- und Stillzeit sowie einen eigenen Teenie-Thrift-Shop.
Wie wird bezahlt und welche Vorteile bietet Basarlino?
Bezahlt werden kann bar oder mit «TWINT». Basarlino erleichtert vor allem dem Organisationsteam die Arbeit: Die Artikel werden digital erfasst, die Etiketten sind gut lesbar und die Verkäufe können schneller zugeordnet werden. Dadurch können auch die Verkaufserlöse schneller ausbezahlt werden.
Welche Rolle spielt die Kaffeestube?
Die Kaffeestube gehört für uns einfach zur Börse dazu. Viele Menschen treffen sich dort, tauschen sich aus und bleiben nach dem Einkauf noch etwas sitzen. Man kann aber auch einfach für einen Kaffee und ein Stück Kuchen vorbeikommen.
Was passiert mit nicht verkauften Artikeln?
Die nicht verkauften Artikel werden nach Börsenschluss wieder den jeweiligen Verkäuferinnen und Verkäufern zugeordnet. Wer möchte, kann seine Artikel auch spenden. Diese werden vom «Verein Herz für Kinder» abgeholt und als Hilfsgüter nach Osteuropa gebracht.
Wird mit der Börse auch ein guter Zweck unterstützt?
Ja. Bei jeder Börse unterstützen wir eine Stiftung oder einen Verein. Dieses Mal geht der soziale Beitrag an die Stiftung Aladdin, die Familien unterstützt, in denen ein Kind mit einer Krankheit oder Behinderung lebt.
Was wünschen Sie sich für die diesjährige Herbstbörse?
Ich wünsche mir eine schöne und lebendige Börse mit vielen zufriedenen Besucherinnen und Besuchern und möglichst vielen Artikeln, die ein neues Zuhause finden. Unser Ziel ist es, rund 50 Prozent der angebotenen Waren zu verkaufen.
Wo gibt es weitere Informationen und wie kann man Artikel verkaufen?
Wer Artikel verkaufen möchte, kann sich über die Basarlino-App registrieren. Aufgrund unserer Kapazitäten können wir maximal 5000 Artikel annehmen. Momentan gibt es deshalb eine Warteliste. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Kinderkleiderbörse Elgg sowie auf Instagram und Facebook.
Was möchten Sie den Besucherinnen und Besuchern mit auf den Weg geben? Das Kinderkleiderbörsen-Team freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher, die in Ruhe stöbern, das eine oder andere Schnäppchen entdecken und vielleicht bei einem Kaffee in der Kaffeestube verweilen. Wir freuen uns auf eine schöne Börse und viele bekannte und neue Gesichter.
INTERVIEW: EMANUELA MANZARI

