«Betet, freie Schweizer, betet!»
Wie oft haben wir in diesem Jahr schon unsere Schweizer Nationalhymne (mit-)gesungen! Es gab viele Gelegenheiten bei Sportanlässen mit schönen Schweizer Erfolgen und bei nationalen Feiern. Dann singen wir ...
«Betet, freie Schweizer, betet!»
Wie oft haben wir in diesem Jahr schon unsere Schweizer Nationalhymne (mit-)gesungen! Es gab viele Gelegenheiten bei Sportanlässen mit schönen Schweizer Erfolgen und bei nationalen Feiern. Dann singen wir inbrünstig: «Betet freie Schweizer, betet!» – tun wir das auch in unserem Alltag?
Mir ist in diesem Sommer wieder einmal mehr aufgefallen, wie wir zwar sehr vieles bestimmen und bewerkstelligen können, aber auch auf Gottes Gnade und sein Dazutun angewiesen sind. Kaum jemand hätte sich so viele Hitzetage, das Ausbleiben des Regens oder diese Trockenheit gewünscht. Und ich habe es in der Schweiz noch nie erlebt, dass wir den Regen so sehnlichst herbeiwünschten und so dankbar für Regen und eine angenehme Abkühlung waren. Wir haben nicht alles im Griff. Wir sind auf Gottes Gnade angewiesen. Vielleicht haben einige Menschen, auch in der Schweiz, in dieser zwar sehr schönen aber eben auch belastenden Sommerzeit Gott gesucht und zu ihm gebetet? Vielleicht haben auch einige nicht nur mit dem Zeigefinger auf andere gezeigt und angekreidet, was ökologisch in der Vergangenheit schief gelaufen ist, sondern auch bei sich ganz persönlich hingeschaut? Wo gibt es in unserem Leben blinde Flecken, für die wir Busse tun, Fehler eingestehen und um Vergebung bitten sollten? Und worüber können wir uns so richtig freuen und von ganzem Herzen «Danke» sagen?
Der «Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag», jeweils am dritten Septembersonntag, ruft uns auf zur Besinnung und zum Gebet. Dies kann ganz in der Stille bei sich im «Kämmerlein» oder/und in gemeinsamen Gottesdiensten praktiziert werden. «Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach oben.» Manchem Gläubigen sind diese Worte eine Hilfe, um gerade auch in sehr herausfordernden Zeiten Hilfe von Gott zu erwarten und ihm zu danken.
MATHIAS DIETZ, DIAKON EVANGELISCHE KIRCHGEMEINDE AADORF-AAWANGEN
Zum Mitnehmen in den Alltag
Es tut gut, in der Stille – vielleicht mit einem Blick zum Himmel oder zu den Bergen – zur Ruhe zu kommen und alles, was beschäftigt, was erfreut und was Sorgen macht, in einem Gebet bei Gott abzuladen.