Am Sonntag, 26. April, findet nach dem 10 Uhr Gottesdienst in der katholischen Kirche Elgg erstmals ein Georg-Ritt statt.
Alle Ross und Reiter sind ab circa 10.45 Uhr herzlich eingeladen, ihre Tiere und die bevorstehende Reitsaison segnen zu lassen Treffpunkt ist vor der katholischen ...
Am Sonntag, 26. April, findet nach dem 10 Uhr Gottesdienst in der katholischen Kirche Elgg erstmals ein Georg-Ritt statt.
Alle Ross und Reiter sind ab circa 10.45 Uhr herzlich eingeladen, ihre Tiere und die bevorstehende Reitsaison segnen zu lassen Treffpunkt ist vor der katholischen Kirche im Anschluss an den Gottesdienst.
Der Kirchenchor sowie die Erstkommunikanten wirken im Gottesdienst mit. Danach sind besonders alle Reiterinnen und Reiter eingeladen, mit ihren Pferden zum Georgiritt dazuzustossen und sich segnen zu lassen. Da traditionell rund um den Gedenktag des heiligen Georg am 23. April vielerorts die Reitsaison beginnt, bietet sich dieser Zeitpunkt besonders an, um mit Ross und Reiter vorbeizukommen und um Schutz und Segen für die kommende Saison zu bitten.
Jürgen Kaesler, Gemeindeleiter der katholischen Kirche Elgg erwähnt, dass es sich um eine Premiere in dieser Art handelt. Alle Interessierten – mit oder ohne Pferd – sind herzlich eingeladen, am Georgi-Ritt teilzunehmen und diesen neuen Brauch in Elgg mitzuerleben.
Eine neue Tradition?
Der Georgiritt ist eine traditionelle Pferdewallfahrt, die meist um den 23. April, den Namenstag des heiligen Georg, in Bayern und Österreich stattfindet. Dabei werden Pferde und Reiter gesegnet und um Schutz für Mensch und Tier gebeten. Der Brauch ehrt den heiligen Georg, den Schutzpatron der Reiter, Pferde, Bauern und Soldaten. Als einer der 14 Nothelfer ist der Ritt eine Dankes- und Bittprozession zugleich. Früher sicherte die Segnung den Schutz der wertvollen Arbeitstiere auf dem Feld, heute verbindet der Georgiritt gelebte Religiosität mit Gemeinschaftspflege und der Wertschätzung für das Pferd.
In Elgg ist dieser Brauch bislang kaum bekannt – genau das motiviert die Organisatoren, ihn erstmals durchzuführen und damit eine neue Tradition zu begründen.
Der heilige Georg gehört zu den bekanntesten Heiligen der Christenheit und wird oft als Ritter auf einem wessen Pferd dargestellt, der einen Drachen tötet. Der Legende nach rettet er eine Königstochter vor einem Ungeheuer, das er mit seiner Lanze besiegt. Diese Darstellung symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse, Mut und Glauben. Das Pferd ist dabei ein zentraler Bestandteil der ikonischen Darstellung und unterstreicht Georgs Rolle als heroischer Ritter.
Die Geschichte
Historisch soll Georg im 3. Jahrhundert gelebt haben. Er war Soldat und starb um das Jahr 303 während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian als Märtyrer in der heutigen Türkei. Sein Festtag wird am 23. April gefeiert. Das bekannte Georgskreuz – ein rotes Kreuz auf weissem Grund – ist bis heute sein Symbol. Die Darstellung des heiligen Georg zu Pferd im Kampf gegen den Drachen entwickelte sich besonders während der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert und prägt bis heute sein Bild.
Mit dem ersten Georgiritt in Elgg wird diese Tradition der Pferdesegnung neu aufgegriffen. Ross und Reiter sowie die Bevölkerung sind eingeladen, gemeinsam um Schutz und Segen für die kommende Reitsaison zu bitten und einen neuen gemeinschaftlichen Anlass zu erleben.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
EMANUELA MANZARI