Das Format «Kunst & Kirche» in Elgg lockte am Freitag vorletzter Woche eine kleine Gruppe Interessierter in die katholische Kirche. Das Resultat: ein gemeinschaftlich kreiertes Kunstwerk mit Friedensbotschaft.
Am Freitag vor gut einer Woche trafen sich ein paar ...
Das Format «Kunst & Kirche» in Elgg lockte am Freitag vorletzter Woche eine kleine Gruppe Interessierter in die katholische Kirche. Das Resultat: ein gemeinschaftlich kreiertes Kunstwerk mit Friedensbotschaft.
Am Freitag vor gut einer Woche trafen sich ein paar Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch Kinder, zum neuen Treff «Kunst & Kirche» im katholischen Pfarreizentrum St. Georg in Elgg. Gemeindeleiter Jürgen Kaesler hat die Plattform ins Leben gerufen, weil er mit Kreativität und Kunst einen gemeinsamen Erfahrungsraum schaffen will. «Das bringt Generationen zusammen, überwindet Sprachgrenzen und eröffnet neue Perspektiven», ist er überzeugt.
Es standen zwar verschiedene Angebote bereit, auch Musikinstrumente. Die Anwesenden entschieden sich aber fürs Malen. Im Kellerraum sind Farben, Pinsel, ein grosser Tisch, Leinwände, Papier, Karton und Zeitschriften mit Motiven für Collagen und vieles mehr fürs kreative Wirken vorhanden.
Malen in gemütlicher Atmosphäre
Spontan wählten die Anwesenden das Motiv der Friedenstaube, frei nach Picasso, für ihr Bild. «In Zeiten so vieler negativer Nachrichten und unsicherer Weltlage tut das gut», fanden sie einstimmig. Mit Acrylfarben und Gouache wurde diese schliesslich gemeinsam auf ein grosses Kartonstück aufgetragen. So entstand innerhalb einer Stunde in gemütlicher Atmosphäre ein kleines Kunstwerk, das sich sehen lassen kann.
Jürgen Kaesler freute sich darüber und will das Bild auch ausstellen. Die Kirche hat, was in unserer heutigen Zeit Mangelware geworden ist: Platz und ein offenes Ohr. Raum zum Malen, Musizieren, Zeit zum Reden und Zuhören. Das zeigte sich auch an diesem Abend, wo ungezwungen gemalt und nebenbei auch diskutiert und geplaudert wurde. Getränke und Apéro Häppchen standen ebenfalls bereit.
Mit der Veranstaltung möchte der Gemeindeleiter zeigen, dass Kunst und Kirche mehr gemeinsam hätten, als man auf den ersten Blick vermute. «Beide leben von der Suche nach dem, was Menschen bewegt. Beide stellen Fragen nach Sinn, Hoffnung, Schönheit und dem, was das Leben trägt», sagt er. «Wo Worte manchmal an ihre Grenzen stossen, können Musik, Bilder und Gedichte neue Ausdrucksformen eröffnen.» Auch die Kirche verstehe sich als Ort der Begegnung. Jürgen Kaesler: «Wir möchten nicht nur Raum für Gebet und Gottesdienst bieten, sondern auch für Kultur, Austausch und Gemeinschaft.»
Weitere Veranstaltungen werden zur gegebenen Zeit angekündigt.
BETTINA STICHER