Die Gemeinde Aadorf führt das Projekt «Vorteil naturnah» im Jahr 2026 mit Unterstützung des Kantons Thurgau weiter.
Nach den ersten Aufwertungen im Jahr 2025 werden im kommenden Jahr weitere Flächen der Gemeinde Aadorf im Siedlungsgebiet ökologisch ...
Die Gemeinde Aadorf führt das Projekt «Vorteil naturnah» im Jahr 2026 mit Unterstützung des Kantons Thurgau weiter.
Nach den ersten Aufwertungen im Jahr 2025 werden im kommenden Jahr weitere Flächen der Gemeinde Aadorf im Siedlungsgebiet ökologisch aufgewertet. Besonders im Fokus stehen dabei der Morgental- und der Heidelbergkreisel. Beide werden nach dem Vorbild des umgestalteten Lindenkreisels naturnah bepflanzt und mit kleinen ökologischen Infrastrukturen wie Totholz oder Steinhaufen aufgewertet.
Die neuen naturnahen Anlagen schaffen kleinste, wertvolle Lebensräume. «Mit einzelnen Quadratmetern retten wir die Biodiversität nicht», hält der Gemeinderat fest. «Aber jeder Quadratmeter zählt, vor allem dann, wenn er sichtbar ist und als Vorbild wirken kann.» Die Kreisel sollen als natürliches Aushängeschild der Gemeinde dienen und zeigen, dass Biodiversität auch in dicht besiedelten Raum möglich ist.
Erste Flächen von 2025 entwickeln sich weiter
Die im Jahr 2025 aufgewerteten Flächen haben sich unterschiedlich entwickelt. Die Ansaaten sind teilweise nicht so gut gewachsen wie erwartet, was in der Natur vorkommen kann. «Naturnahe Flächen müssen wachsen und können nicht fertig gebaut werden», betont der zuständige Gemeinderat Stefan Brunner. Bereits im kommenden Sommer wird erwartet, dass die Flächen dichter stehen, grüner wirken und eine Vielzahl einheimischer, blühender Pflanzen tragen. Damit sind die Flächen dann auch als Trittsteinbiotope zu erkennen.
Natürliche Lebensräume, das ganze Jahr über
Ein Teil der Pflanzen bleibt bewusst über den Winter stehen. Vertrocknete Stängel und Kräuter bieten zahlreichen Insektenarten wichtige Strukturen zum Überwintern. So werden die Flächen in Aadorf nicht nur im Sommer, sondern ganzjährig zu wertvollen Lebensräumen.
Gemeinde setzt Zeichen, auch für Private
Mit den sichtbar aufgewerteten Flächen möchte der Gemeinderat ein Zeichen setzen. Die Gemeinde zeigt damit, dass ökologisch wertvolle Gestaltungen nicht viel Platz benötigen. Gleichzeitig sollen die neuen Anlagen die Einwohnerinnen und Einwohner motivieren, auch auf privaten Grundstücken naturnahe Elemente zu schaffen, wie beispielsweise kleine Wildblumeninseln, Trockensteinstrukturen oder Hecken aus einheimischen Arten.
Ein vernetztes Mosaik für mehr Natur in Aadorf
Mit «Vorteil naturnah» entsteht Schritt für Schritt ein Mosaik aus Lebensräumen, das sich durch das Gemeindegebiet zieht. Das Ziel besteht darin, die Artenvielfalt zu stärken und Aadorf langfristig zu einem attraktiven Lebensraum für Menschen und Natur zu entwickeln.
GEMEINDE AADORF
Information
Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an die zuständige Projektleitung.
Gemeinderat Stefan Brunner (stefan. brunner@aadorf.ch) oder Amt für Bau und Umwelt, Andreas Müller (andreas.mueller@adorf.ch oder
052 368 48 20).