Gärten voller Leben und Ideen ausgezeichnet
02.07.2026 AadorfIm Rahmen des Sommerfestes Aawangen-Häuslenen wurde am letzten Samstag der zweite Gartenpreis Aadorf vergeben. Vier unterschiedliche, aber allesamt besonders kreative und ökologisch wertvolle Gärten, gewannen je den ersten Preis.
Draussen zeigte das Thermometer 36 Grad an. ...
Im Rahmen des Sommerfestes Aawangen-Häuslenen wurde am letzten Samstag der zweite Gartenpreis Aadorf vergeben. Vier unterschiedliche, aber allesamt besonders kreative und ökologisch wertvolle Gärten, gewannen je den ersten Preis.
Draussen zeigte das Thermometer 36 Grad an. Das Sommerfest des Dorfvereins Aawangen-Häuslenen schien denn auch unter dem Motto «Abkühlung» zu stehen. Beim Brunnen, in der Wasserrutsche oder unter Sonnenschirmen. Für nachhaltige Kühlung sorgen auch naturnahe Gärten, vor allem solche mit schattenspendenden Bäumen. Der Aadorfer Gartenpreis trägt dazu bei, die grünen Oasen der Erholung zu fördern.
Etwa 25 Interessierte nahmen am vergangenen Samstag um 17 Uhr in der Turnhalle des Schulhauses Häuslenen an der Verleihung des zweiten Gartenpreises teil. «Hinter uns liegen spannende Wochen, in denen wir 13 sehr unterschiedliche Gärten bewerten durften» Gärten voller Kreativität, Naturverbundenheit, Experimentierfreude und persönlichem Engagement. Jeder einzelne erzähle seine eigene Geschichte und habe auf seine Weise gezeigt, wie Biodiversität, Lebensqualität und Gartenkultur in Aadorf wachsen und gedeihen können, sagte Gemeinderat Stefan Brunner. Er bedankte sich bei allen, die sich mit ihrem Garten beteiligt haben. Ein weiterer Dank ging an die ehrenamtlich tätige Jury (Nicole Gehring, Martin Wicki, Jörg Helfenstein und Michael Haldemann), ebenso an die Veranstalter des Sommerfestes sowie die Sponsoren, den Kanton Thurgau und die Antennengenossenschaft Aadorf (AGLA) sowie die Energiestadt Aadorf als Trägerschaft. «Ohne sie hätte der der Anlass gar nicht hätte durchgeführt werden können», so Brunner.
Rückblick Tag der offenen Gärten
Eine positive Bilanz zog der Initiant des Gartenpreises über den Tag der offenen Gärten, der dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt wurde. In insgesamt neun Gärten konnten Besucherinnen und Besucher in Aadorf, Ettenhausen, Guntershausen und Maischhausen Einblicke gewinnen und sich über Gartenkultur, Biodiversität und naturnahes Gärtnern austauschen. «Man konnte dort sitzen, das Wasser, das Bier oder andere Getränke geniessen und sich über die Gärten unterhalten. Es waren spannende Momente». Er selbst habe alle Gärten nochmals besucht und dabei zahlreiche interessante Gespräche geführt. Brunner bedankte sich bei allen, die mitgemacht hatten.
Ein Anerkennungspreis
Die Preisverleihung startete Stefan Brunner mit einer Spezialauszeichnung an Paul und Tobias Müller. Der Garten habe zwar die Kriterien des Gartenpreises (wie Biodiversität, einheimische Pflanzenarten, Versiegelungsgrad und ökologische Qualität) nicht hundertprozentig erfüllt. Aber die vielen Details seien spannend, interessant und detailverliebt: «Es gibt coole Elemente über den ganzen Garten verteilt, so zum Beispiel ein Design-Wildbienenhotel. Überall, wo man hinschaut, entdeckt man etwas Neues. Ihr Garten ist nie fertig. Ein Garten, der offen ist und in den man hineinschauen kann.»
Für diesen aussergewöhnlichen Beitrag zur Gartenkultur in Aadorf überreichte der Gemeinderat den beiden einen Anerkennungsbeitrag.
Vier erste Preise
Den Gartenpreis (vier erste Preise) erhielten dieses Jahr vier unterschiedliche, jedoch gleichwertige Gärten. «Jeder Garten für sich ist ein Bijou», erklärte Stefan Brunner. Die Gewinner sind Rita und Peter Morf, Christa und Jakob Sturzenegger, Martha Gehring und Philipp Meier.
Der Garten von Rita und Peter Morf sei dreissig oder vierzig Jahre alt und habe sich laufend weiterentwickelt. Speziell: «Er hat keinen Sitzplatz. In diesem Garten konnte man sich aufhalten und wohlfühlen, trotz der Hitze.» Es gebe hier ebenfalls viele spannende Details zu entdecken, zum Beispiel ein altes Schöpfli im Hintergund.
Der Garten von Christa und Jakob Sturzenegger sei geprägt von Selbstversorgung. «Es gibt hier auch Hasen und Hühner», aber auch eine Ruderalfläche sei vorhanden, und auch Obst und Gemüse, natürlich pestizidfrei. Ebenfalls als Bereicherung für den Garten erwähnte er die Kunst von Christa Sturzenegger. Der Garten sei offen und sage: «Komm herein und rede mit mir.» Vermutlich ergäben sich hier öfters mal Gespräche.
Martha Gehring sei es wichtig, dass man ihre Werte weiterträgt, so die Hitzeminderung. Sie habe sehr viel Erfahrung und Wissen, zum Beispiel in Permakultur oder mit biologischen Spritzmitteln. Gehring habe sehr viele Dinge ausprobiert und herausgefunden, was miteinander funktioniert. Zudem sei sie hilfsbereit gegenüber anderen Gartenbesitzern. «Ihr Garten ist sehr innovativ und spannend. Jedes Dach ist begrünt, jede Ecke bietet Lebensraum und das Wasser wird natürlich gesammelt. Es gebe zudem auch einen Gemüsegarten. Sogar die Fenstersimse bieten Lebensraum.
Der Garten von Philipp Meier sei «wild und spannend». Mitten in Aadorf ein kühler Ort.» Das Grüngut und das Wasser blieben im Kreislauf des Gartens. Hier könne man sich hinsetzen und befinde sich dann «nicht mehr in Aadorf, sondern mitten in der Natur. «Ein gigantisches Werk, ein Traumort mitten in Aadorf», über Jahre entstanden.» Philipp Meier, der als Gärtner arbeite, integriere nicht mehr Gebrauchtes in seinen Garten und lasse daraus wieder Neues entstehen seien es Pflanzen oder auch Steine und Platten. «Es lohnt sich, in diesen Garten hineinzuschauen.»
Alle der genannten Gärten bezeichnete Stefan Brunner als «wunderschön».
Er freue sich über alle, die beim nächsten Gartenpreis im Jahr 2027 (wieder) mitmachen, schloss er seine Präsentation.
Die nächste Ausschreibung für den Gartenpreis findet im Frühjahr 2027 statt.
BETTINA STICHER
Weitere Informationen auf: www.gartenpreis-aadorf.ch







