Für die Gemeinschaft im Einsatz
22.08.2026 ElggBei der Jugendfeuerwehr lernt man Gemeinschaft, Verantwortung und Kameradschaft fürs Leben. Damjan Naskovic und Elias Zwicky erzählen von einem nicht alltäglichen Hobby.
Wenn Damijan Naskovic und Elias Zwicky von ihrem Hobby erzählen, dann kommen sie nicht mehr ins ...
Bei der Jugendfeuerwehr lernt man Gemeinschaft, Verantwortung und Kameradschaft fürs Leben. Damjan Naskovic und Elias Zwicky erzählen von einem nicht alltäglichen Hobby.
Wenn Damijan Naskovic und Elias Zwicky von ihrem Hobby erzählen, dann kommen sie nicht mehr ins stoppen. Die beiden 2. Sekler verbindet nicht nur den Wohnort, sondern auch ihre grosse Leidenschaft für die Jugendfeuerwehr und können es kaum erwarten bei der lokalen Feuerwehr anzuheuern.
Die Schweizer Gesellschaft ist durch ihre demokratischen Strukturen auf Partizipation angewiesen. Dies beinhaltet unter anderem die freiwillige Feuerwehr in den meisten Gemeinden der Schweiz. Damit es dieser an Nachwuchs nicht mangelt, bildet die Jugendfeuerwehr schweizweit interessierte Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren aus. Die Ausbildung übernimmt dabei der Bezirksverband. Zusammen mit anderen Feuerwehrbegeisterten aus dem Bezirk Winterthur trifft man sich von März bis Oktober zu gemeinsamen Übungen.
Die Ausbildung beinhaltet dabei alle Tätigkeiten der Feuerwehr: Brandschutz, Funk, Verkehrssicherung, Sanität und so weiter. Sogar der Atemschutz wird den Auszubildenden beigebracht. Damjan meinte, dass es beim ersten Mal mit einer Atemschutzmaske Überwindung brauche um sich in die brennende und vernebelte Übungsanlage zu begehen. Auch die letzte Übung mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF) blieb den beiden in Erinnerung. Wie die richtige Feuerwehr wurde ein Vorfall simuliert. Mit Bekleidung und Ausrüstung fuhr man zum Einsatzort um das Feuer zu beheben. Nur unter Blaulicht durften sie nicht fahren, da diese wirklich nur im Notfall verwendet werden darf.
Im 1. Jahr, als Rekrut, werden solch risikoreichen Übungen noch nicht durchgeführt. Hier geht es zuerst einmal darum die Gepflogenheiten und Ausrüstungen der Feuerwehr kennenzulernen. Ab dem 2. Jahr werden die Übungen anspruchsvoller. Um die Gemeinschaft zu stärken, gibt es den Kantonalen Wettkampf. In Gruppen müssen Parcours und Aufgaben gemeinsam gemeistert werden und werden bewertet. Für die Besten geht es dann weiter an der Schweizermeisterschaft.
Elias findet die Übungen viel interessanter und ist stolz, die Uniform der Feuerwehr tragen zu dürfen. Beide finden es wichtig, dass sie mit ihrem Hobby etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun zu können. Angesprochen auf den Berufswunsch der Feuerwehr verneinen beide sofort. Sie haben sich noch keine Gedanken dazu gemacht. Zuerst einmal wollen die Beiden eine Lehre absolvieren und in der örtlichen Feuerwehr ihren Dienst leisten. Bei der ersten Übung durften sie schon reinschnuppern und können nur Positives berichten. Die Kameradschaft unter den Feuerwehrleuten ist hervorragend und es mache Freude mit Personen aus dem Dorf gemeinsam zu üben.
Mit ihren 16 Jahren haben die Beiden schon viele Geschichten erlebt und wissen viel actionreiches zu erzählen. Es ist sehr erfrischend, solch aktiven Junge, welche sich einbringen wollen, kennenzulernen und vielleicht ermutigt dies andere Jugendliche sich für die Gemeinschaft und das Dorf einzusetzen.
ANDREJ BLASER
Information
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