«Freudschaft isch d’Basis vo Fründschaft»
19.02.2026 GESELLSCHAFTLiebi Offizier, Unteroffizier und Äschlibuebe
Gschätzi Elggerinne und Elgger, Zürielgger, Äschlifründe
liebi Mitglieder vom Äschli-Vorstand und gschätzti Gäscht …
Ich freue mich sehr, dass ich hüt als Äschlihauptmaa ...
Liebi Offizier, Unteroffizier und Äschlibuebe
Gschätzi Elggerinne und Elgger, Zürielgger, Äschlifründe
liebi Mitglieder vom Äschli-Vorstand und gschätzti Gäscht …
Ich freue mich sehr, dass ich hüt als Äschlihauptmaa 2026 vor eu stah därf.
Wenn ich ganz ehrlich bin: bin ich jetzt grad scho recht nervös – fascht genau so nervös wie am Tag vo de Wahle. Aber glichziitig freu ich mich riesig. Es isch es ungwohnts, aber mega cools Gfühl, hüt und während em Äschli so im Mittelpunkt z’stah und das bin ich mir bis jetzt überhaupt nöd gwöhnt gsi. Ich bin mega stolz und dankbar, dass ihr mich am 1. Januar zu euem Hauptmaa gwählt hend. Das isch für mich absolut nöd selbstverständlich. Bsunders stolz macht mich au, dass wieder emal en Neuelgger als Hauptmaa gwählt worde isch. Und ganz nebedbi: bin ich au stolz, dass ich en ehemalige Hauptmaa als Nachber ha und ich mich id Reihe vo einige Hauptmanne us Neuelgg därf ireihe.
D’Wahl sälber isch für mich es riesigs Erlebnis gsi. In dem Moment bin ich richtig überwältiget gsi. Ich ha mir lang überleit, öb ich mich überhaupt als Hauptmaa stelle lah söll. Doch mini Fründe hend mir viel Muet gmacht und mich motiviert. Ohni si wär ich hüt sicher nöd da obe.
Ziit sit de Wahl bis zum hütige grosse Tag isch vergange wie im Flug. Am Afang hät sich alles chli unreal agfühlt, aber au sehr guet. Ich han gmerkt, welli Verantwortig das Amt mit sich bringt, aber au d’Anerkennig.
Die Red hüt isch mir sehr wichtig. Au wenn sie viellicht da und det chli holperig isch: Es isch mini Red. Und ja – sie chunnt vo mir und nöd vo ChatGPT oder irgendere andere KI.
In dere Zit als Hauptmaa han ich ganz viel erlebe därfe. Ich ha extrem viel glernt: mich z’organisiere, Verantwortig z’überneh – und ja, au s’Riite. Muskelkater hani nach em Riite zwar fast immer gha, aber es isch es mega cools Erlebnis gsi.
D’ Aeschliüebige sind für mich jedesmal ganz schöni und wertvolli Moment gsi. Ich han mich denn au sehr gfreut, dass bis zu de dritte Üebig immer wieder neue Chinde dezu cho sind. Am Schluss simmer e stolzi Kompanie vo fascht 100 Jungs gsi. Das allei verdient en Applaus!
Ich han nebst de Üebige und natürlich am hütige Äschlimittwuch zwei persönliche Highlights i minere Ziit als Äschlihauptmaa gha. Einersits sind das Kaderesse und anderersits de Äschliball.
Kaderesse hend im Aschluss a eusi Üebige stattgfunde. Das sind die Abige, wo mer au fescht in Erinnerig bliebe werded. Sicher emal wegem feine Esse, aber vor allem, well mer det mit allne zäme isch. Mer lernt sich besser kenne, redet, lacht zäme und erläbt Sache, wo mer nöd so schnell vergisst. Dadezu möcht ich mich nöd meh üssere. Leider sind es paar Kaderesse am Sunntig gsi und mir hend dänn nöd so lang chönne de Abig gnüsse, well mer am Morge wieder hend müesse fit fürd Schuel si. D’Stimmig hend mir eus ned neh la und trotzdem die Abige gnosse und au sie sind cool gsi.
Und denn isch es witers Highlight natürli de Äschliball gsi– für mich s’grosse Finale vo de ganze Äschliüebigszit. Es isch en wunderbare Abig gsi und ich bin so froh, dass alles guet gange isch und mir en super guete Abig mitenand händ chönä gnüsse. Ich bin au a dem Tag sehr nervös gsi, isch es mir doch es grosses Alige gsi, dass es en schöne Abig wird. Und ja, das isch es würkli gsi. Das isch aber nöd eifach von alleige cho. Da het’s ganz viel Vorarbet und Unterstützig am Ball selber brucht. Agfange bi de ganze Vorbereitige, em dekoriere, em feine Esse choche, em Serviere, a de coole Musig und Fotiwand und vielem meh. Und ja, da het’s ufrume au dezu ghört. Deshalb möcht ich mich a dere Stell ganz herzlich bi allne Helfer und Helferinne bedanke. Ohni eu wär dä super cooli Abig nöd möglich gsi.
Und ja, es Fäscht ich nur so guet wie Lüt wo fäschtet. Da möcht ich ganz bsunders allne Meitli danke säge fürs cho. Es isch eus e grossi Ehr gsi, dass ihr debi gsi sind und mit eus de Abig gnosse hend. Ich hoffe, de Abig isch für eu genau so cool gsi wie für eus.
Ja, d’Äschli Zit isch definitiv e Zit, die mir und sicher au minere Familie i feschter Erinnerig blibe wird. Sie isch intensiv gsi mit all de ganze Vorbereitigä, em Organisiere vo de Üebige, de Red schriebe und uswendig lerne und vielem meh, was no dezue ghört und all das nebscht de Schuel und de Vorbereitige uf d’ BM-Prüefig. Doch ich bereu kei Sekundä vo dere Zit.
Ich würd säge, mir sind während em Äschli – im Kader, aber hoffentlich au in allne Gruppe – es Stück zäme gwachse. Und villicht sind au neui Fründschafte entstande.
Fründschaft nimmt i mim Läbe en extrem wichtige Stellewert i. Und genau drum han ich das Thema für mini Rede usgsuecht – es gaht um Fründschaft.
Vilicht bedütet Fründschaft viel meh, als mer im Alltag meint. Mer merkt das oft erst, wenn öppis sich änderet. Wo ich d’Schuel gwechslet ha und uf Winterthur gange bin, han ich plötzlich Angst gha, Fründe z’verliere. Nöd will mer sich verstritte hät – sondern eifach, will s’Läbe andersch worde isch. Ich han gmerkt, wie schnell sich Wäg chönd trenne, wenn mer sich nöd aktiv umeinand kümmeret.
Und das het mi zum Nachdenke bracht: Was macht Fründschaft eigentlich us? Warum bliibed einigi Fründschafte – und anderi verlüred sich, ganz still und langsam?
Fründschaft het Bedeutig. Nöd nume, wenn alles guet lauft. Sondern grad denn, wenn s’kompliziert wird oder wen’s eim nöd guet gaht.
Ja, Fründschafte verbindet – Und wenn ich de Bogä zum Äschli mache - Au de Äschli verbindet, denn er pflegt nöd nur Bruchtum sondern au Fründschafte.
Was bedütet Fründschaft für mich? Ich han mir vili Gedanke drüber gmacht. Für mich bedütet Fründschaft vieles: zäme lache, aber au ernsti Gspräch chönne füere. Sini eigeti Meinig ha, aber au akzeptiere, wenn öpper anders denkt, sich vertraue, mitenand chönne z’striite – und sich wieder verträge. Zäme Sache ushalte und zäme Erinnerige schaffe. Ich würd säge, ich kenn vili Lüt, aber ich han en überschaubari Zahl vo Fründschafte – die sind mir aber bsunders wichtig.
Ich gnüss es, mit minä Fründe zäme chönne Zit zverbringe und au gueti Gspräch chönne z’ ha. Ich han guäti Fründschafte mit Kollegä, aber gnauso guäti mit Kolleginnä. Wo mir gnauso wichtig sind.
Fründschafte muess mer pflege. Mer muess aktiv si. Eifach mal spontan emene Fründ alüüte oder schriibe. Wenn mer das nöd macht, lebt mer sich schliichend usenand – oft ohni dass mer’s merkt.
Ich han das selber erlebt. Drum möcht ich eu ermuetige: Sind muetig und aktiv. Lüted doch eifach mal öpperdem ah, vo dem ihr scho lang nüt meh ghört hend. Meistens freued sich die Lüt meh, als mer denkt.
Jetzt chunnt es Wort, wo’s leider no nöd git – aber ich ha’s für die Red erfunde:
Freudschaft
Freudschaft isch für mich d’Basis vo Fründschaft. Denn Fründschaft entstaht ganz oft nöd plötzlich, sondern langsam – über gemeinsami Freud.
Das chönd Hobbys sii, Musik, Humor, Sport, oder eifach d’Freud, zäme Ziit z’verbringe. Mer lacht zäme, erläbt öppis zäme und merkt irgendwenn: Mit dere Person fühl ich mich wohl.
Und genau so funktioniered au vil Fründschafte: Nöd, will mer sich gsuecht hät – sondern will mer öppis teilt, wo Freud macht.
Und jetzt chunnt de Boge zum Äschli
Alli, wo am Äschli mitmached, hend Freud am Gliiche. Freud am Zäme sii, ah de Üebige, am Lache, am Bruchtum und anere Tradition, wo’s scho lang git und trotzdem jedes Jahr neu isch. Jetzt chan mer sich überlege, ob Tradition Fründschafte pflegt oder ob Fründschafte e Tradition pfleged. Wahrschinli het beides sin Ateil. Ich has nonig fertig studiert…
Klar isch aber, dass Fründschaft Basis für Vieles isch. Und Basis isch au, im Läbe Freud z’ha.
Und genau us dere Freud chönd Verbindige entstah. Und us Verbindige Fründschafte.
So wachst us Freudschaft ganz natürli Fründschaft.
Wo Fründschaft isch, git’s au Strit. Und das isch normal. Wo verschiedeni Mänsche zämechömed, mit eigene Meinige und eigete Erfahrige da chunnt’s früener oder später zu Strit.
Das isch nöd es Zeiche vo schwacher Fründschaft – sondern oft sogar es Zeiche, dass sie echt isch. D’Kunst isch drum nöd, Strit z’vermeide. Denn das würd heisse, sich sälber z’verstecke. D’Kunst isch, de erschti Schritt wieder ufenand zue z’mache. Zuelose. Versueche z’verstah. Und vilicht au mal z’säge: Du, da hani mich g’irrt.
Dazu bruucht’s Toleranz. Dass mer anderi Meinige ushalte chan, au wenn sie nöd die eigeti isch. Und es bruucht Respekt – Respekt vor Mitmensche, vor verschiedene Läbenswege und dem was eus umgit.
Respekt funktioniert aber nur, wenn er gegesitig glebt wird. Nöd nur i de schöne Moment, sondern grad denn, wenn’s schwierig wird.
Ich will jetzt nöd politisch wärde, ich chum det au nonig so drus. Aber was grad in de Wält abgaht, macht mir Sorge und au chli Angst. Und ich fräg mich, wo isch Toleranz und de Respekt?
Und was heisst das alles für mini Zit als Hauptmaa?
Ich han viel glernt i minere Hauptmannsziit. Ich han gmerkt, dass Verantwortig überneh heisst, nöd immer alles richtig z’mache – sondern drus z’lerne, wenn öppis nöd perfekt lauft.
Ich ha viel über mich sälber erfahre, ha viel mitgno und bi genau an dem dra gwachse.
Und genau das – das Zuelose, s’Ufenand-zuegah, das gits nöd nume unter einzelne Fründe. Das bruucht’s au im Grosse. Im Dorf.
Denn Fründschaft hört nöd bi einzelne Persone uf. Sie zeigt sich au det, wo Mänsche zäme Verantwortung übernehmed, Traditione pfleged und fürenand da sind.
Und da chumi zu mim Dorf
Ich bi in Elgg gebore – als einzige vo minere Familie. Und Elgg isch für mich meh als nur en Wohnort. Es isch mis Dihei, mini Heimat. Heimat, wies de Hauptmann Samuel idrücklich a sinnere letschjährige Hauptmaared erwähnt het.
De Äschli verbindet Generatione. Ich weiss, es sind hüt Lüt da, wo scho damals bim Äschli debi gsi sind und sich bis hüt mit dem Fest und mit de Lüt verbunde fühled.
Fründschaft, Kameradschaft, Tradition, Dorfgfühl – das macht Elgg us. Und Elgg isch es Dorf vo Vereine. Das isch enorm wichtig.
Dass s’Dorf sini Vereine unterstützt, het mer zum Bispiel mit de Dreifachturnhalle gseh.
Und ich find: Genau da passt d’Äschligsellschaft perfekt dezue.
Well de Äschli bringt Lüt zäme. Vo de Chnöpfli übers Kader, über d’Wisshösler, über de Vorstand, über d’Helfer bis zu allne Elggerinne und Elgger, Züri-Elgger und Gäscht.
Er schafft Begegnige, wo villicht susch gar nöd würded passiere. Und er erinnert eus dra, dass Fründschaft nöd eifach passiert – sondern glebt werde muess.
Jetzt möcht ich ganz bsunders Danke säge:
Mim Kader für die unglaublich tolli Zit und eue Support.
Em Vorstand vo de Äschligsellschaft für d’Begleitig und Unterstützig.
Minere Familie, minere Schwöschter, de Alina, und mine Eltere – ohni eu wär ich hüt nöd da, wo ich jetzt bi. Au mim Onkel mit sinere Partnerin und minere Tante mit em Maa möcht ich es grosses Dankeschön säge. Sie hend eus als Familie au ganz fescht unterstützt. Und nöd z’lescht het au mis Grosi es Danke verdient. Sie het mich s’erscht mal zum Rite begleitet.
Em Achmed vom Elggerhof, wo mir euses Hauptquartier hend därfe ha. Danke vielmals für dini Gastfründschaft und Unterstützig
En riesige Dank gaht au a s’ganz Helferteam – bi de Üebige, am Äschliball und hüt am Äschli. Ohni eu wär das alles nöd möglich. Ich bi eu unglaublich dankbar.
Und natürli au en herzliche Dank a üsi Sponsore:
Hans Mäschli, Gian-Marco Pazeller vo de «Elgger/Aadorfer Ziitig», WAK, Romana Egli, Crea Hairstyle, sie hät eusne Begleitige wunderschöni Frisure für de Äschliball gmacht, Verein Untermülli, wo mir euse Äschliball hend därfe fiire, Beck Fritz, Metzgerei Würmli, Gmeind Elgg, bsunders am Forst, Zürcher Landbank Elgg, Sandra Frauenfelder, Blumenglück zur alten Post. De Familie Reiter für die feini Gerstesuppe a de 2. Üebig, Familie Kupper fürd Öpfel. Gravoprint, Urs Wachter, er het eus sini Muusigalag und Belüchtig am Äschliball zur Verfüegig gstellt und igrichtet und alli, wo im Hintergrund unterstützt hend.
Wenn mer so vil Unterstützig und Grosszügigkeit erlebt, wie hüt und während de ganze Äschlizit, denn merkt mer: Nüt vo dem isch selbstverständlich.
Und genau drum isch Danke säge nöd nur en Blick zrugg, sondern au immer en Blick nach vorne. Dänn mer fragt sich automatisch: Was nimm ich mit? Und was wünsch ich mir fürs Nächste?
Und ja – ich ha au mini Wünsch.
Ich wünsch mir, dass ich mini Schuelzit jetzt no guet abschlüsse und denn es neus Kapitel ufschlah chan.
Ich därf am 4. August mini KV-Lehr uf de Gmeind Eschlikon starte. Und au wenn ich Respekt vor em Neue ha und nöd genau weiss, was alles chunt, freu ich mich jetzt scho druf.
Ich wünsch mir, dass mini Fründschafte bliibed – au wenn sich Wege ändered und s’Läbe immer wieder öppis Neus für eim parat hät.
Ich wünsch mir au, dass de Äschli und d’Vereine z’Elgg wiiterläbed, Lüt verbinded und s’Dorfläbe lebendig halted. Und ganz am Schluss – villicht de wichtigscht Wunsch: Gsundheit und Zfriedeheit.
Ich hoffe, ich ha eu mit minere Rede es paar Gedanke chöne mitgeh.
Luäged jetzt doch no churz links und rechts vo eu:
Villicht kenned ihr die Person nebed eu. Was verbindet eu?
Was isch eui Freudschaft, wo d’Basis vo euere Fründschaft isch.
Und falls ihr die Person nebed eu nonig kennend. Villicht isch es grad jetzt e Glegeheit, sich vorzstelle und usezfinde, was eu villicht verbindet.
De Äschli isch es perfekts Fäscht, um alti Fründschafte z’pflege – und neui entstah z’lah.
Es isch mir e riesigi Ehr gsi, Hauptmaa 2026 därfe z’si.
En ganz grosse Dank no einisch a alli. Und jetzt:
Euse Äschli – er läbi HOCH! HOCH! HOCH!
SVEN MELLIGER


