Wer die zugestellte Botschaft mit dem Kreditantrag von 18.9 Millionen Franken zur Kenntnis genommen hat musste feststellen, dass transparente Angaben nicht zu lesen sind. Flächenangaben zur Parzellengrösse und Grundriss des Neubaus sind nicht zu entnehmen. Wie im Grundbuch (ThurGIS) zu ...
Wer die zugestellte Botschaft mit dem Kreditantrag von 18.9 Millionen Franken zur Kenntnis genommen hat musste feststellen, dass transparente Angaben nicht zu lesen sind. Flächenangaben zur Parzellengrösse und Grundriss des Neubaus sind nicht zu entnehmen. Wie im Grundbuch (ThurGIS) zu sehen ist, wird das geplante Feuerwehr-EW-Gebäude rund 12`000 Quadratmeter Wies- und Ackerland beanspruchen. Der dem Gemeinderat sonst wichtige Begriff Nachhaltigkeit ist bei diesem Projekt nicht zu lesen.
Als Alternative zum geplanten Feuerwehr-EW-Gebäude ist der Verbleib vom EW im bisherigen Gebäude durchaus möglich. Nachdem die Feuerwehr in ihr neues Gebäude umgezogen ist, steht dem EW rund der doppelte Platz zur Verfügung. Für den Betrieb des EW Aadorf mit fachkundigen Angestellten auf allen Stufen ist ein Umbau, der die nötigen Ansprüche für Planungen und Handwerk erfüllt, problemlos zu erledigen. Das Erstellen eines teuren Provisoriums ist nicht nötig.
Die Feuerwehr Aadorf braucht einen Neubau nach den kantonalen Vorgaben und so, wie es mitfinanziert wird.
Das EW braucht finanziell eine klare Abgrenzung. Die Nutzer von Energie und Wasser bezahlen nach Verbrauch und mit Gebühren deren Leistungen. Eine Mitfinanzierung mit Steuergeld ist zu hinterfragen.
Der Verkauf des bestehenden Gebäudes an bester Lage beim Schulhaus ist kurzsichtig und widerspricht jeglicher Nachhaltigkeit in weiterer Zukunft.
Der Antrag des Gemeinderates zum Neubaukredit von 18.9 Millionen ist klar abzulehnen. Mit einem Nein kann in Aadorf auch der hohe Gemeinde-Steuerfuss von 61 Prozent reduziert werden.
AUGUST SIDLER, AADORF