Zweimal öffnete die Feuerwehr Aadorf in den Frühlingsferien ihre Tore für den Ferienspass – und zweimal erfüllte sich für viele Kinder ein kleiner Traum. Mit strahlenden Augen, neugierigen Fragen und viel Mut durften sie erleben, wie sich ein Tag bei der Feuerwehr ...
Zweimal öffnete die Feuerwehr Aadorf in den Frühlingsferien ihre Tore für den Ferienspass – und zweimal erfüllte sich für viele Kinder ein kleiner Traum. Mit strahlenden Augen, neugierigen Fragen und viel Mut durften sie erleben, wie sich ein Tag bei der Feuerwehr wirklich anfühlt.
Der Ferienspass-Kurs der Feuerwehr Aadorf war in diesem Jahr ein besonderer Höhepunkt. Aufgrund des grossen Interesses wurde das Angebot gleich zweimal durchgeführt: am Vormittag von 09 bis 11 Uhr und am Nachmittag von 14 bis 16 Uhr. Organisiert wurde der Anlass gemeinsam mit dem OK Team Ferienspass der Schulen in Aadorf. Unter der Leitung von Yves Gautschi tauchten die Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren in eine Welt ein, die sie sonst nur aus Geschichten, Büchern oder vorbeifahrenden Einsatzfahrzeugen kannten.
Schon beim Ankommen im Feuerwehrdepot lag eine Mischung aus Aufregung und Staunen in der Luft. Die Kinder durften die Feuerwehrautos und das Material aus nächster Nähe erkunden, Helme anprobieren und sich einmal wie echte Feuerwehrleute fühlen. «Ich wusste gar nicht, dass ein Feuerwehrauto so viele Schläuche und Geräte hat», sagte ein Kind beeindruckt. Ein anderes meinte leise, aber stolz: «Der Helm war viel schwerer, als ich gedacht habe.»
«Wasser marsch!» – ein Moment, den niemand vergass
Der Höhepunkt des Tages war für viele das Löschen eines kleinen Feuers. Unter sorgfältiger Anleitung durften die Kinder selbst den Schlauch halten. Als der Ruf «Wasser marsch!» ertönte, bespritzten die Kinder mit einem grossen Schlauch die Wiese, während andere mit einem kleinen, selbst zu pumpenden Schlauch direkt auf die Flammen zielten. Die Begeisterung war riesig. «Das fühlte sich an wie ein richtiger Einsatz», erzählte ein Kind mit leuchtenden Augen. Ein anderes lachte: «Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu spritzen.»
Kursleiter Yves Gautschi freute sich über die Energie und Neugier der jungen Teilnehmenden. «Die Kinder waren aufmerksam, interessiert und voller Freude dabei», sagte er. «Solche Momente zeigen, wie wichtig es ist, ihnen unsere Arbeit näherzubringen.»
Neben den spannenden Aktivitäten lernten die Kinder auch viel über Sicherheit, Teamarbeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Feuer. Mit Znüni oder Zvieri, Getränken und Regenbekleidung waren sie bestens vorbereitet – denn bei der Feuerwehr gehört wetterfestes Arbeiten einfach dazu.
Beide Kurse waren vollständig ausgebucht. Das grosse Interesse zeigte eindrücklich, wie sehr solche praxisnahen Erlebnisse die Kinder der Gemeinde begeistern. Viele nahmen nicht nur neue Eindrücke mit nach Hause, sondern auch ein Gefühl von Stolz – und vielleicht sogar den Wunsch, eines Tages selbst Teil der Feuerwehr zu werden.
ZUZANA JAKUSOVSKA