Bei der Feier zum 1. August in Elgg fanden sich circa 300 Personen ein, welche durch die vielfältige Organisation des Clubs 81 bestens verpflegt und unterhalten wurden.
Durch die anhaltende Dürre und die heissen Tage galt am Nationalfeiertag immer noch das absolute Feuerverbot. ...
Bei der Feier zum 1. August in Elgg fanden sich circa 300 Personen ein, welche durch die vielfältige Organisation des Clubs 81 bestens verpflegt und unterhalten wurden.
Durch die anhaltende Dürre und die heissen Tage galt am Nationalfeiertag immer noch das absolute Feuerverbot. So mussten die Organisatoren des Clubs 81 auf andere Aktivitäten als den traditionellen 1. Augustfunken und das Feuerwerk setzen. Dass der Club 81 auf solche Veränderungen reagieren und hervorragend organisieren kann, steht mit der Organisation ihres Public Viewing zur Fussballweltmeisterschaft und der letztjährigen 1. Augustfeier ausser Frage.
So konnte sich die Elgger Bevölkerung an der diesjährigen Feier beim Lampionsbasteln, beim spielerischen Fünfkampf und bei der Fotobox austoben – wobei die Älteren lieber die Geselligkeit an den Tischen bevorzugten. Mit einem selbstgemachten Salat- und Kuffenbuffet wurde auch der Gaumen beglückt.
Mehr Dankbarkeit und Gemeinschaft
Die traditionelle Festrede durfte nicht fehlen und wurde von Stephanie Hugentobler gehalten. Sie sei nicht in der Funktion als Gemeinde- oder Kantonsrätin anwesend, sondern auf Wunsch des Clubs 81 als «Wundertüte». Stephanie Hugentobler überraschte sodann auch, als das Publikum aktiv werden musste. «Welche Bilder erscheinen Ihnen als erstes, wenn Sie an Elgg denken? Was definieren Sie als Heimat? Ist es ein Ort, ein Gefühl oder sind es die Menschen? Wenn für Sie die Menschen die Heimat ausmachen, dann geht es Ihnen so wie dem grössten Teil der Elgger und Elggerinnen.» So meinte auch Stephanie Hugentobler: «Die Schweiz beginnt nicht in Bern, sondern hier vor der Haustüre. Dort wo jeder und jede anpackt und sich im Dorf einbringt. Die Menschen machen das Land und die Heimat zu dem, was es ist.» So plädiert sie für mehr Dankbarkeit und eine Gemeinschaftlichkeit im Wohle aller.
Gelebte Gemeinschaftlichkeit
Diese Gemeinschaftlichkeit wurde an diesem Abend regelrecht gelebt. Einerseits beim gemeinsamen Singen der Nationalhymne, aber auch beim Vortrag des Elggerlieds, welcher von den Chören aus Elgg und dem Tambourenverein Elgg vorgetragen wurde. Mit einem kleinen Ständchen überbrückte dieser die Wartezeit bis es eindunkelte und der Umzug mit Lampions statt Fakeln starten konnte.
Als Entschädigung für den fehlenden Funken hatte der Club 81 eine Leinwand organisiert, auf welcher für die Kinder eine Filmvorführung stattfand. Bei heiteren Gesprächen wurde der Abend gemeinschaftlich ausgeklungen und man genoss, dass man ein so schönes und friedliches Land seine «Heimat» nennen darf.
ANDREJ BLASER