Am letzten Freitag öffnete die Feuerwehr Elgg ihre Tore für Kinder vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Philippe Steinemann, der den Anlass leitete, erklärte den Ablauf. An drei verschiedenen Posten konnten die Kinder die Feuerwehr hautnah erleben.
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Am letzten Freitag öffnete die Feuerwehr Elgg ihre Tore für Kinder vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Philippe Steinemann, der den Anlass leitete, erklärte den Ablauf. An drei verschiedenen Posten konnten die Kinder die Feuerwehr hautnah erleben.
«Was machst du, wenn Öl in der Pfanne brennt?», fragte der Feuerwehrmann und warnte gleich: «Versucht nie, brennendes Öl mit Wasser zu löschen, das gibt eine Stichflamme!» Die Kinder lernten: Wenn Öl zu heiss wird, kann es Feuer fangen. Wichtig ist, immer zuerst die Feuerwehr zu rufen. Erst dann darf man versuchen, den Brand selbst zu löschen. Wie das geht, wurde live gezeigt: In einer Bratpfanne wurde Öl angezündet. Mit einem Pfannendeckel oder – noch besser – einer Löschdecke konnte der Brand erstickt werden. Dann holte der Feuerwehrmann Flipchartpapier hervor. Die Kinder schüttelten die Köpfe: Doch nicht mit Papier! Aber sogar mit Zeitungen könnte ein Pfannenbrand im Notfall erstickt werden. Als es dann darum ging, selbst zu löschen, hielten sich viele zurück. Das Feuer war doch ganz schön unheimlich. Zuschauen reichte den meisten völlig.
Von Bahre bis Wasserschlauch
Am zweiten Posten durfte ein Feuerwehrauto von innen und aussen bestaunt werden. Die Geräte am Fahrzeug wurden erklärt und immer wieder fragte der Feuerwehrmann: «Was denkt ihr, wofür das ist?» Die Kinder staunten. Wer wollte, konnte sich auf der Bahre anschnallen lassen. Auf Kommando hoben die Kinder die Bahre an und senkten sie wieder ab. Wie die Profis!
Am dritten Posten ging es dann richtig zur Sache. Mit dem Wasserschlauch durfte auf einen Tennisball gezielt werden, der auf einem Verkehrskegel lag. Wie bei der echten Feuerwehr wurde der Schlauch zu zweit gehalten. Ein Kind zielte, das andere hielt fest.
Zwei erlebnisreiche und lehrreiche Stunden gingen wie im Flug vorbei. Ein Kind fragte: «Ab wann darf ich in die Kinderfeuerwehr? Darf ich dann schon Brände löschen?» Ganz so schnell geht das nicht. Doch bei Feuerwehrmann Sam konnten die Kinder erleben, wie ein Pfannenbrand gelöscht wird, wie man sicher mit einem Schlauch umgeht und wie wichtig es ist, zuerst den Notruf zu wählen. Die Elgger Feuerwehr zeigte anschaulich und genau wie Sam in seinen Geschichten, worauf es im Ernstfall ankommt: aufmerksam, ruhig und immer zur Stelle, wenn jemand Hilfe braucht.
ANJA C. WOLFER BAKA
Lust, selbst mitzumachen?
Die Feuerwehr Eulachtal ist für die Gemeinden Elgg und Hagenbuch zuständig. Etwa 80 Frauen und Männer leisten hier freiwillig ihren Einsatz und das rund um die Uhr. Im Jahr rücken sie etwa 30 Mal aus. Brände sind dabei nur ein Teil der Arbeit. Auch bei Verkehrsunfällen, medizinischen Notfällen, Tierrettungen, Öloder Chemieunfällen, Überschwemmungen oder Sturmschäden wird die Feuerwehr gerufen.
Wer mitmacht, erlebt eine sinnvolle Aufgabe mitten im Dorfleben, mit guter Ausbildung, Teamgeist und viel praktischem Wissen für den Alltag.
Mehr Infos gibt’s auf:
www.feuerwehr-eulachtal.ch.