Dass die Feuerwehr in Aadorf unter unzumutbaren Bedingungen arbeitet, das ist unbestritten. Die geschlechtergemischten Garderoben, die fehlende räumliche Trennung von schmutziger Einsatz- und sauberer Privatkleidung sowie viel zu enge Fahrzeughallen verletzen gesetzliche Vorgaben. Unsere ...
Dass die Feuerwehr in Aadorf unter unzumutbaren Bedingungen arbeitet, das ist unbestritten. Die geschlechtergemischten Garderoben, die fehlende räumliche Trennung von schmutziger Einsatz- und sauberer Privatkleidung sowie viel zu enge Fahrzeughallen verletzen gesetzliche Vorgaben. Unsere Feuerwehr verdient eine zeitgemässe Infrastruktur!
Am 27. September werde ich das Projekt trotzdem ablehnen. Leider ist die Vorlage unglücklich verknüpft. Wer den Neubau für die Feuerwehr möchte, der muss den EW-Teil mitkaufen. Diese Verbindung lässt uns keine echte Wahl und zementiert unfaire Spielregeln für das lokale Gewerbe. Wir würden bei Annahme 13 Millionen Franken neue Schulden aufnehmen und die Projektkosten würden mit Zinsen auf über 23 Millionen steigen.
Besonders schwierig: Ein Fünftel des EW-Raums würde in die Installationsabteilung fliessen, die keinen gesetzlichen Auftrag hat und in direkter Konkurrenz mit dem privaten Gewerbe steht. Dazu verzerrt das kostenlose Baurecht den Wettbewerb zulasten der Handwerker. Die defizitäre Wassersparte sollte mit 2 Millionen Franken belastet werden, was zu weiteren Preiserhöhungen führen wird.
Ein Nein ist kein Nein zur Feuerwehr, sondern ein JA für ein schlankeres Projekt, das sich auf unsere Sicherheit konzentriert, den gesetzlichen Notwendigkeiten entspricht und dabei sozial wie auch finanziell verträglicher bleibt.
ANDREAS SIGRIST,
KANTONSRAT EDU TG