Ein kompakter, aber hochspannender Nachmittagsausflug führte die Mitglieder des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Elgg zu einem wegweisenden regionalen Energieprojekt: dem klimapositiven Holzheizkraftwerk in Frauenfeld. Besonders spannend: Ein lokaler Betrieb war direkt am Bau ...
Ein kompakter, aber hochspannender Nachmittagsausflug führte die Mitglieder des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Elgg zu einem wegweisenden regionalen Energieprojekt: dem klimapositiven Holzheizkraftwerk in Frauenfeld. Besonders spannend: Ein lokaler Betrieb war direkt am Bau beteiligt.
Mit zwei Cars des lokalen Transportunternehmens Müllhaupt steuerte die Elgger Reisegruppe am Donnerstagnachmittag die Thurgauer Kantonshauptstadt an. Im Zentrum des Interesses stand die Bioenergie Frauenfeld AG, ein zukunftsweisendes Joint Venture der Energie «360° AG» und der Schweizer Zucker AG.
Da die einheimische Spenglerei Schnyder AG beim Bau und der Realisierung des Grossprojekts mitgewirkt hatte, war ein echter Insider mit an Bord. Valentin Schnyder bereicherte die Fahrt und den Aufenthalt mit spannenden Einblicken aus erster Hand, berichtete von seinen positiven Erfahrungen bei der Umsetzung und gab die eine oder andere lustige Anekdote aus der Bauphase zum Besten.
Während der anschliessenden eineinhalbstündigen Führung erhielten die Handwerker und Gewerbetreibenden vertiefte Einblicke in das innovative Pyrolyse-Verfahren der Anlage, die seit Frühjahr 2022 in Betrieb ist. Das Kraftwerk verarbeitet ungenutztes regionales Restholz und erzeugt daraus Ökostrom für rund 8000 Haushalte sowie Fernwärme, die unter anderem in das Netz von Thurplus fliesst. Besonders beeindruckte die Teilnehmenden der ökologische Kreislauf: Das Prozess-Nebenprodukt Holzkohle bindet Kohlendioxid langfristig und wird als wertvoller Klimastoff an die Landwirtschaft und an Gärtnereien abgegeben.
Zurück in Elgg fand der rundum gelungene Vereinsausflug bei einem feinen Nachtessen im Restaurant Eintracht seinen gemütlichen Ausklang.
GIAN-MARCO PAZELLER