Am ersten Markt nach den Sommerferien präsentierten sich neben den Marktständen auch eine kleine Auswahl an Elgger Vereinen.
Wer in den letzten Wochen in Elgg unterwegs war, wähne sich manchmal fast in einer Apokalypse. Einerseits erreichten die Temperaturen ...
Am ersten Markt nach den Sommerferien präsentierten sich neben den Marktständen auch eine kleine Auswahl an Elgger Vereinen.
Wer in den letzten Wochen in Elgg unterwegs war, wähne sich manchmal fast in einer Apokalypse. Einerseits erreichten die Temperaturen Höchstwerte, anderseits waren die Strassen menschenleer. Viele Geschäfte machten deshalb ihre Laden zu und genossen die verdienten Sommerferien. So glich es einem zweiten Frühling, als am vergangenen Samstagmorgen erfreulich viele Elgger den Weg an den Sommermarkt fanden.
Nicht nur die angenehm frühlingshaften Temperaturen, sondern auch das vielfältige Marktangebot lockte die Leute auf den Meisen- und Lindenplatz. Von Gemüse, Brot und Fleischwaren, über Säfte, Kaffeesorten und Sirups gab es eine breite Palette an Produkten, wobei Freunde von Bioprodukten auch nicht zu kurz kamen. In der «Non-Food-Abteilung» fand man Bücher, Thermomix, Gehackeltes, Körbe sowie Kunst aus Schwemmbolz. Doch ein Markt ist nicht nur ein Einkaufsort, sondern vor allem auch ein sozialer Treffpunkt. Dies zeigte sich besonders bei der Kaffeestube, welche dieses Mal vom Verein Solidar Elgg betreut wurde. Die Sitzbänke waren schnell besetzt und es wurde über die vergangenen Ferien gequatscht.
Dorfvereine präsentieren sich
Zusätzlich zum Marktangebot präsentierten sich sieben Dorfvereine. Beim Bienenzüchterverein konnten man ihren Honig erwerben, die Freunde des Heimatsmuseums liessen einen mithilfe von alten Hüten in eine andere Zeit verwandeln. Der «CHORus Elgg» lud zu einem kleinen Apérohalt ein, während der Dorfverein auf den Spieltrieb setzte und für ihren Spieleabend Werbung machte. Der Feuerwehrverein brachte eine alte Feuerwehrspritze mit, mit welcher zielgenau möglichst viele Kegel umgeschossen werden mussten. Beim Tambourenverein mussten die Interessenten bei einem Quiz zeigen, dass sie keinen Fensterplatz in der Schule in Musik hatten, wobei aber eher korrektes Lesen notwendig war. Die unterschiedlichen Vereine zeigten mit ihren kreativen Ideen, wie diese das Elgger Dorf beleben. Natürlich waren die Vereine nicht ganz uneigennützig; so konnte manch eine oder einer als Passivmitglied gewonnen werden.
Luftibus vor dem Gemeindehaus
Wenn man dann den ganzen Marathon von Markt hinter sich hatte und noch genug Luft hatte, konnte man vor dem Gemeindehaus gerade noch das Angebot des «Luftibus» nutzen. Dieses wurde rege genutzt und schnell bildete sich eine Schlange vor dem Bus. Der «Luftibus» wird vom Verein Lunge Zürich betrieben und dient als Früherkennung von Lungenkrankheiten wie «COPD» oder Asthma. Durch das niederschwellige Angebot konnten an diesem Tag circa 60 Personen auf ihre Lungenkapazität getestet werden. Bei auffälligen Testergebnissen wurden die Personen an den Hausarzt verwiesen, um dann weitere Abklärungen zu tätigen.
Und so hatte der vielfältige Sommermarkt für jeden etwas zu bieten und man konnte gemütlich ins Wochenende starten.
ANDREJ BLASER