Flötenmann Gabor Vosteen, letztjähriger König an der Krönung in Aadorf, schaffte es, mit Leichtigkeit und einer einfachen Blockflöte, Pantomime und Witz das Publikum zu verzaubern.
Ohne Worte, nur mit seiner Flöte und Mimik kommunizierte der ...
Flötenmann Gabor Vosteen, letztjähriger König an der Krönung in Aadorf, schaffte es, mit Leichtigkeit und einer einfachen Blockflöte, Pantomime und Witz das Publikum zu verzaubern.
Ohne Worte, nur mit seiner Flöte und Mimik kommunizierte der Flötenmann mit dem Publikum und begrüsste dasselbe auch so. Auf seiner Blockflöte spielte er «Hallo» in verschiedenen Varianten und forderte die Anwesenden zum Antworten auf. Das Spiel endete mit «Hallo Aadorf». Seine Fähigkeit, gefühlte Minutenlängen einen Ton zu halten war sensationell.
Mit seinen vielen Plastikflöten, der rockigen E-Flöte und seiner grossen, einzigartigen Leopardenflöte, übrigens die einzige auf der Welt, verzauberte er die Zuhörerschaft. Mit Musik von Bach, lustigen Eigenkreationen aber auch Beethovens «Freude schöner Götterfunken» und fetziger Popmusik spielte er sich mit Leidenschaft in die Herzen des Publikums. Seine Zwiesprache mit demselben nur über die Flöten, dazu seine witzige und auch schalkhafte Pantomime war bezaubernd und erheiterte Gross und Klein immer wieder. Ein wahrhaft grandioser Virtuose auf seinen verschiedenen Flöten.
Starke Bühnenpräsenz und Publikumsnähe
Der Künstler flirtete mit dem Publikum nicht nur auf seinen Flöten, er lockte sogar einige mit denselben und kleinen Cinellen auf die Bühne. Die Darbietung löste richtige Lachsalven aus. Die fünf Darsteller wurden für ihren einzigartigen Auftritt mit grossem Applaus und das Mädchen zusätzlich mit einem Loli belohnt. Vosteens rasantes Spiel und seine Fingerfertigkeit auf den Flöten, seine unglaublich witzige, teils irrwitzige Art eines etwas verwirrten Flötenspielers begeisterte die Anwesenden immer wieder aufs Neue. Sehr speziell war auch seine vielfältige, fantasievolle Art mit dem Publikum zu kommunizieren. Er vereinte in seiner Bühnenshow, auf eine zauberhafte Art und mit einer Leichtigkeit sehr gekonnt, Musik, Komik und Poesie. Seine witzige Kreativität zeigte sich auch in der selbstgestalteten Leinwand, aus vielen zusammengeklebten Papierblättern, befestigt an zwei Notenständern die zugleich als Umkleide diente.
Leopardenflöte, Urwaldtöne und eine übergrosse Flöte
Die wundervollen Töne, die er seiner speziellen Leopardenflöte entlockte, versetzte das Publikum teilweise träumerisch in eine mystische Welt oder einen Urwald. Das immer leiser werdende Spiel endete in einer fast andächtigen Stille. Sein Auftritt in seinem Blockflöten Rock, sein gezeichneter, witziger Lebenslauf auf die Papierleinwand projiziert und die Präsentation einer übergrossen, blauen Flöte, in die er zum Schluss nach mehreren Zugaben schlüpfte, löste bei der Zuhörerschaft tosenden Applaus aus. Ein sensationeller, virtuoser Künstler und Komiker, mit seinen einfachen, lustigen Zaubertricks, seinem Schalk im Nacken und seiner enormen Publikumsnähe, bescherte der begeisterten Zuhörerschaft einen lustigen und unvergesslichen Abend in Aadorf.
IRÈNE BASLER