Zum dritten Mal fand die «Blue-Hour in Elgg» statt. Rund 50 Gäste liessen sich auf einen besonderen Abend unter freiem Himmel an der Obergasse 3 ein. Folk-Musik, Dämmerung, Tanz und Akrobatik – ein stimmungsvoller Anlass, bei dem alles zusammenpasste.
Der Abend ...
Zum dritten Mal fand die «Blue-Hour in Elgg» statt. Rund 50 Gäste liessen sich auf einen besonderen Abend unter freiem Himmel an der Obergasse 3 ein. Folk-Musik, Dämmerung, Tanz und Akrobatik – ein stimmungsvoller Anlass, bei dem alles zusammenpasste.
Der Abend hielt, was er versprach: eine blaue Stunde vom Feinsten. Vor einer einfachen Kulisse eröffnete «Drumlin» den Abend. Urs Bösiger (Hackbrett), Matthias Horvath (Gitarre), Christian Jordi (Geige) und Sofus Gleditsch (Bass) entführten das Publikum mit ihrem zünftig-würzigen Folk auf eine akustische Weltreise, die von Finnland und Schweden über Ägypten zurück in die verschiedenen Regionen der Schweiz führte.
Nach gut einer halben Stunde war die Dämmerung so weit fortgeschritten, dass das zweite Element des Anlasses präsentiert werden konnte: Der Feuertanz von «Tisne». Es war, wie Bösiger in seiner kurzen Ansprache angedeutet hatte: Erst würde das Feuer fast eine Nebenrolle einnehmen, dann aber, mit dem Einzug der Nacht, immer dominanter werden. Die Artisten, Lorena (jüngste Tochter von Giorgio Bösiger) und der Mexikaner Allan Ruiz boten eine mitreissende Show mit Tanz- und Akrobatikeinlagen. Wilde Elemente wechselten sich mit Jonglage und sanften harmonischen Passagen ab – immer begleitet durch die Musik von «Drumlin» – die Band hatte sich dazu in die Garage zurückgezogen, um dem Feuertanzduo Platz zu machen.
Nach der Feuershow installierten sie sich noch einmal unter freiem Himmel für die letzten Stücke. Mittlerweile war es komplett dunkel. Der Mond versteckte sich noch hinter einer Platane, sodass Kunstlicht aushelfen musste – was der schönen Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.
Bald fester Teil im Veranstaltungskalender?
Der volle Vorplatz zeigte, dass der Anlass sein Publikum gefunden hat. Besonders für das Duo «Tisne» war der Auftritt besonders wichtig. «Dieses Jahr konnten sie wegen der Trockenheit und der damit verbundenen Feuerverbote kaum auftreten», erklärte Giorgio Bösiger. Dass er der Tochter helfen konnte, hat ihn dabei besonders gefreut und der Stolz war ihm anzusehen. Die Tochter spielte im wahrsten Sinne mit dem Feuer und der Bruder Urs war einer der ersten, der das Hackbrett nicht nur für klassische Volksmusik, sondern auch in keltischem, osteuropäischem Folk und der jüdischen Klezmermusik einsetzte. «Blue-Hour in Elgg» dürfte auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden – es war ein rundum gelungener Anlass, an dem einfach alles stimmte. Nach drei erfolgreichen Durchführungen gehört er fast schon zur festen Veranstaltungsagenda!
DAS ORGANISATIONSKOMITEE