Ein Tag für Herzensmenschen
10.02.2026 RegionDer Valentinstag gilt als der Tag der Liebenden. Jedes Jahr am 14. Februar erinnern Blumen, Karten und kleine Aufmerksamkeiten daran, wie wichtig Nähe, Zuneigung und Wertschätzung sind. Auch wenn der Brauch heute oft kommerziell wirkt, reichen seine Wurzeln weit zurück – bis ...
Der Valentinstag gilt als der Tag der Liebenden. Jedes Jahr am 14. Februar erinnern Blumen, Karten und kleine Aufmerksamkeiten daran, wie wichtig Nähe, Zuneigung und Wertschätzung sind. Auch wenn der Brauch heute oft kommerziell wirkt, reichen seine Wurzeln weit zurück – bis in die Zeit der Heiligenlegenden.
Rote Rosen sind nach wie vor das klassische Symbol der Liebe. Gleichzeitig gewinnen individuell zusammengestellte Blumensträusse zunehmend an Bedeutung. Sie sollen nicht nur gefallen, sondern zur Persönlichkeit, zum Wohnstil oder zur Stimmung passen. Und längst gilt der Valentinstag nicht mehr ausschliesslich der romantischen Liebe: Auch Freundschaften, familiäre Beziehungen oder besondere Herzensmenschen stehen an diesem Tag im Fokus.
Der Ursprung: Wer war der heilige Valentin?
Als Namensgeber des Valentinstags gilt der heilige Valentin, der im 3. Jahrhundert lebte. Überliefert ist, dass er Bischof von Interamna – dem heutigen Terni in Umbrien – gewesen sein soll. Gleichzeitig existieren Hinweise auf einen Valentin von Rom. Historiker gehen heute davon aus, dass sich im Laufe der Zeit mehrere Figuren und Legenden zu einer Person vermischt haben.
Einer der bekanntesten Überlieferungen zufolge traute Valentin Liebespaare nach christlichem Ritus – entgegen dem Verbot von Kaiser Claudius II. Zudem soll er den frisch Vermählten Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Diese Ehen galten als besonders glückverheissend. Der Legende nach wurde Valentin am 14. Februar 269 hingerichtet. Ob sich diese Ereignisse tatsächlich so zugetragen haben, lässt sich historisch nicht eindeutig belegen – ihre symbolische Kraft wirkt jedoch bis heute.
Vom Brauch zum Feiertag der Liebe
Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich in England die Tradition der sogenannten «Valentinspaare», die sich Gedichte, Briefe oder kleine Geschenke schickten. Über englische Auswanderer gelangte der Brauch in die USA und kam nach dem Zweiten Weltkrieg durch amerikanische Soldaten auch nach Europa. Seither steht der Valentinstag für romantische Gesten, Liebesbekundungen und kleine Zeichen der Aufmerksamkeit.
Valentinstag rund um die Welt
Weltweit wird der Tag der Liebe sehr unterschiedlich gefeiert. In Italien befestigen Verliebte sogenannte Liebesschlösser an Brücken und werfen den Schlüssel ins Wasser – als Zeichen ewiger Verbundenheit. In Japan schenken traditionell die Frauen am 14. Februar dunkle Schokolade, einen Monat später revanchieren sich die Männer mit weisser Schokolade.
In Schweden wird der Valentinstag erst seit den 1980er-Jahren gefeiert und trägt den Namen «Tag aller Herzen». In Finnland steht weniger die romantische Liebe als vielmehr die Freundschaft im Mittelpunkt. Andere Länder feiern die Liebe sogar an ganz anderen Tagen: In Wales am 25. Januar zu Ehren der heiligen Dwynwen, in Spanien am 23. April, dem «Día de Sant Jordi», an dem Bücher und Rosen verschenkt werden.
Ob als Paar, Single oder Nicht-Romantiker – der Valentinstag muss kein Pflichtprogramm sein. Vielmehr ist er eine Einladung, Menschen, die uns wichtig sind, bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. Manchmal genügt eine kleine Geste, um grosse Gefühle auszudrücken.
EMANUELA MANZARI
