An der diesjährigen Schweizermeisterschaft im Steinheben holten Andrina Frauenfelder und Nadja Fuchs den Titel in ihrer Kategorie. Für den Turnverein Schlatt gab es zudem den Sieg in der Mannschaft bei den Damen zu bejubeln.
Trotz nicht idealen Voraussetzungen in der ...
An der diesjährigen Schweizermeisterschaft im Steinheben holten Andrina Frauenfelder und Nadja Fuchs den Titel in ihrer Kategorie. Für den Turnverein Schlatt gab es zudem den Sieg in der Mannschaft bei den Damen zu bejubeln.
Trotz nicht idealen Voraussetzungen in der Vorbereitung konnten Andrina Frauenfelder aus Hofstetten und die Ettenhauserin Nadja Fuchs den Schweizermeistertitel im Steinheben in der jeweiligen Kategorie gewinnen. Im Steinheben muss ein Stein möglichst viele Male aus einer Kauerstellung über den Kopf in eine gestreckte Haltung gebracht werden. Je nach Kategorie kann der Stein bis zu 22,5 Kilogramm wiegen.
In der Kategorie der Frauen wird mit dem 12,5 Kilogramm schweren Stein gehoben. Bereits in der Vorrunde zeigte Andrina Frauenfelder eine sehr starke Leistung. Mit ihren 90 Hebungen qualifizierte sie sich für das Halbfinale der besten vier Teilnehmerinnen. In einem «Stand-Off» gewann sie ihren Halbfinal und durfte auf der grossen Bühne im Final auftreten. Dort zeigte sie sich souverän und gewann mit sieben Hebungen mehr den Schweizermeistertitel. «Die Stimmung in der Turnhalle war super. Ich konnte schon mehrere Jahre mit den Besten mithalten und freue mich, dass es für den Titel gereicht hat. Da man nur einen Versuch hat, kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren», meinte Andrina Frauenfelder.
Mit etwas weniger Gewicht durfte sich Nadja Fuchs bei den Juniorinnen abmühen. Mit 120 Hebungen dominierte sie die Vorrunde und zog in den Halbfinal ein. Um die rechte Hand für das Finale zu schonen, hob sie mit der schwächeren linken Hand und gewann ihren Durchgang souverän. So konnte sie sich im Final nur noch selber schlagen, doch 66 Hebungen mussten auch noch zuerst gemacht werden. Mit diesen holte sie deutlich den Titel der Schweizermeisterin bei den Juniorinnen. Knapp neben dem Podest landete Nadja Fuchs hingegen beim Steinheben, wo sie den 4. Platz belegte.
Familiärer Anlass
«Die Szene der Steinheber und -stösser in der Schweiz ist eine sehr kleine – so sehe man immer die gleichen Gesichter», meint Andrina Frauenfelder. Mit ihren ärgsten Konkurrentinnen duelliere sie sich schon seit mehreren Jahren, das Verhältnis sei sehr kollegial. «Vor dem Finale haben wir uns gemeinsam aufgewärmt», meint Andrina schmunzelnd. Schade sei es, dass wenig Frauen beim Steinheben mitmachen. «Bei uns im TV Schlatt ist es ein kleines Grüppchen, welches regelmässig an Wettkämpfe im Steinheben geht. Durch den Erfolg konnten wir aber junge Turner und Turnerinnen für das Steinheben motivieren.» Dies zeigte sich auch in der Kategorie «Mannschaft Damen», welche der TV Schlatt für sich entscheiden konnte.
Für die Zukunft bleiben beide beim Steinheben. Ob sie den Titel aber verteidigen, ist fraglich. Nadja muss nächstes Jahr bei den Damen mit 12,5 Kilogramm starten und setzt voraussichtlich auf das Steinstossen. Dort darf sie nochmals in der Juniorinnen-Kategorie starten. Doch zuerst muss noch für die Turnunterhaltung im Herbst geübt werden. Solange müssen die Steine auf die beiden Athletinnen warten.
ANDREJ BLASER