Die nächsten Schritte nach dem Ja zum Baukredit
06.10.2026 AadorfNach dem Ja zum Baukredit von 18,9 Millionen Franken stehen die nächsten Schritte für den Neubau des Feuerwehr- und EW-Gebäudes an. Gemeindepräsident Matthias Küng spricht über den Zeitplan, mögliche Einschränkungen während der Bauphase, die ...
Nach dem Ja zum Baukredit von 18,9 Millionen Franken stehen die nächsten Schritte für den Neubau des Feuerwehr- und EW-Gebäudes an. Gemeindepräsident Matthias Küng spricht über den Zeitplan, mögliche Einschränkungen während der Bauphase, die Herausforderungen der Planung und die Bedeutung des Projekts für die Zukunft Aadorfs.
Am 27. September haben die Stimmberechtigten von Aadorf dem Baukredit von 18,9 Millionen Franken für den Neubau des Feuerwehr- und Elektrizitätswerkgebäudes mit 60,2 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterführung des Projekts erfüllt. Gemeindepräsident Matthias Küng zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: «Ich bin mit dem Abstimmungsresultat zufrieden, knapp über 60 Prozent Ja-Stimmen sind ein klares Ergebnis.»
Für die Gemeinde bedeute das Ja ein Bekenntnis zu einer zeitgemässen und wichtigen Infrastruktur für zwei bedeutende Organisationen. Feuerwehr und EW sollen künftig unter einem Dach arbeiten können und Räumlichkeiten erhalten, die ihren heutigen und zukünftigen Anforderungen entsprechen. Das Projekt soll zudem dazu beitragen, dass beide Organisationen ihre Aufgaben angesichts des Bevölkerungswachstums und der steigenden Anforderungen weiterhin erfüllen können.
Baugesuch als nächster Schritt
Nach dem Abstimmungsentscheid richtet sich der Blick auf die weitere Planung. Als nächsten wichtigen Schritt nennt Küng die Ausarbeitung und Einreichung des Baugesuchs. Ein verbindlicher Termin für den offiziellen Baubeginn steht noch nicht fest. Dieser hängt von der Dauer des Baubewilligungsverfahrens ab.
Wenn alles nach den Vorstellungen des Gemeinderates läuft, könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2027 beginnen. «Es wäre schön, wenn diese im Frühling 2027 starten könnten», sagt Küng. Dabei handle es sich jedoch noch nicht um einen verbindlichen Termin.
Auch der weitere Zeitplan ist mit Unsicherheiten verbunden. Bei Bauprojekten dieser Grössenordnung gebe es verschiedene Variablen, welche die Gemeinde nicht direkt beeinflussen könne. Deshalb sei der Zeitplan höchstens eine Prognose. Nach heutiger Planung soll der Neubau in den Jahren 2027 und 2028 realisiert werden. Der Bezug des Gebäudes wäre im Frühjahr 2029 vorgesehen.
Wie lange die Bauarbeiten tatsächlich dauern werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend sagen. Die Dauer hängt unter anderem vom Verlauf des Bewilligungsverfahrens und der anschliessenden Bauphase ab.
Mögliche Einschränkungen auf der Wittenwilerstrasse
Während der Bauarbeiten könnte es im Bereich der Baustellenzufahrt zu Verkehrseinschränkungen kommen. Laut Küng ist es möglich, dass die Wittenwilerstrasse bei der Ein- und Ausfahrt zum Neubau während einer gewissen Zeit nur einseitig befahrbar sein wird.
Weitere Einschränkungen für die Bevölkerung seien der Gemeinde derzeit nicht bekannt.
Wie die einzelnen Bauphasen organisiert werden und ob sich daraus zusätzliche Auswirkungen auf den Verkehr ergeben, wird sich im weiteren Verlauf der Planung zeigen. Die Gemeinde will die Bevölkerung während der Bauzeit regelmässig informieren. «Selbstverständlich werden wir immer wieder mal über den Baufortschritt orientieren», erklärt Küng.
Konkrete Angaben dazu, wann die nächsten Informationen veröffentlicht werden und über welche Kanäle die Gemeinde informieren wird, liegen bislang nicht vor. Ebenso sind die Herausforderungen, mit denen der Gemeinderat während der eigentlichen Bauphase rechnet, noch nicht näher bezeichnet.
Kostendach als zentrale Herausforderung
Eine wichtige Aufgabe während der bisherigen Planung war es, die Kosten im vorgesehenen Rahmen zu halten. Für den Gemeinderat sei entscheidend gewesen, dass das gesetzte Kostendach von 18,9 Millionen Franken eingehalten werden kann. Dies sei erfreulicherweise gelungen, sagt Küng.
Grosse Bauprojekte erforderten viel Überzeugungsarbeit, eine gute Kommunikation und Transparenz. Diese Aspekte seien während der Planung wichtig gewesen. Mit der Zustimmung zum Baukredit kann das Projekt nun in die nächste Phase gehen. Die Einhaltung des Kostendachs bleibt dabei ein zentraler Bezugspunkt für die weitere Umsetzung.
Welche Herausforderungen während der Bauphase konkret auftreten könnten, ist noch offen.
EW und Feuerwehr sollen effizienter arbeiten können
Für das EW Aadorf ist die gemeinsame Infrastruktur mit der Feuerwehr ein wichtiger Teil des Projekts. Die konkrete weitere Planung beim Elektrizitätswerk lasse sich derzeit allerdings noch nicht verlässlich beurteilen, erklärt Küng.
Grundsätzlich soll der Neubau beiden Organisationen ermöglichen, effizienter zu arbeiten. Die neuen beziehungsweise erneuerten Räumlichkeiten sollen auf die betrieblichen Bedürfnisse von Feuerwehr und EW ausgerichtet sein. Gleichzeitig soll die Infrastruktur den steigenden Anforderungen Rechnung tragen, die sich aus der Entwicklung der Gemeinde ergeben.
Damit verbindet der Gemeinderat mit dem Bauvorhaben nicht nur eine räumliche Verbesserung, sondern auch die Erwartung, dass Feuerwehr und EW ihre Aufgaben in Zukunft unter zeitgemässen Bedingungen erfüllen können.
Aadorf wächst weiter
Auch die Bevölkerungsentwicklung spielt für die langfristige Planung eine Rolle. Küng geht davon aus, dass die Einwohnerzahl von Aadorf in den kommenden Jahren weiter steigen wird. In den vergangenen Jahren habe das durchschnittliche Wachstum rund 100 Einwohnende pro Kalenderjahr betragen.
Würde sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte Aadorf in zehn Jahren rund 11’000 Einwohnende zählen. Der Gemeindepräsident schränkt jedoch ein, dass es sich dabei um eine Prognose auf der Grundlage bisheriger Erfahrungswerte handelt. Die tatsächliche Entwicklung könne davon abweichen.
Die neue Infrastruktur soll dazu beitragen, dass die beiden Organisationen auch bei einer wachsenden Bevölkerung und höheren Anforderungen leistungsfähig bleiben. Welche zusätzlichen Entwicklungen sich für Aadorf in den kommenden fünf bis zehn Jahren ergeben und welche weiteren Projekte daraus entstehen könnten, lässt sich derzeit noch nicht abschliessend sagen.
Abstimmungsprozess und Vertrauen
Der Abstimmungsprozess sei von einem aktiven Engagement der Gegner der Vorlage geprägt gewesen. «Die Gegner der Vorlage waren sehr aktiv, was man an den vielen Plakaten und Leserbriefen bemerkt hat», sagt er. Das Ja-Lager sei zurückhaltender aufgetreten. Dies habe sich beim Abstimmungsergebnis glücklicherweise nicht als ausschlaggebend erwiesen.
Mit der Annahme des Baukredits ist die Gemeinde nun gefordert, die nächsten Schritte transparent zu kommunizieren und das Projekt innerhalb der vorgesehenen finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen voranzutreiben.
Vorfreude auf Spatenstich und Einweihung
Nach dem Abstimmungsentscheid bedankt sich der Gemeinderat bei der Bevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen. Küng unterstreicht den Dank des Gemeinderates an die Stimmberechtigten.
Was die Aadorferinnen und Aadorfer in den kommenden Monaten konkret erwarten dürfen, hängt zunächst von der Ausarbeitung des Baugesuchs und dem Bewilligungsverfahren ab. Sobald weitere verbindliche Angaben zum Ablauf und zum Zeitplan vorliegen, kann die Gemeinde die Bevölkerung genauer informieren.
Mit dem Ja der Stimmberechtigten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun blickt der Gemeindepräsident mit Vorfreude auf die nächsten Schritte und auf den Moment, wenn mit dem Spatenstich die Umsetzung des Projekts beginnt und mit der Einweihung einen guten Abschluss findet.
EMANUELA MANZARI


