Die Flickmühle vom letzten Samstag in Elgg wurde wieder gut besucht. Viele Gegenstände fanden ein neues Leben. Organisatoren und Besucher waren rundum zufrieden.
Ob klemmende Reissverschlüsse, streikende Kaffeemaschinen oder wackelige Holzstühle: Am vergangenen Samstag ...
Die Flickmühle vom letzten Samstag in Elgg wurde wieder gut besucht. Viele Gegenstände fanden ein neues Leben. Organisatoren und Besucher waren rundum zufrieden.
Ob klemmende Reissverschlüsse, streikende Kaffeemaschinen oder wackelige Holzstühle: Am vergangenen Samstag wurde in der Untermühle Elgg wieder fleissig getüftelt. Die dritte Flick-Müli des Jahres lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die ihren defekten Alltagsgegenständen eine zweite Chance geben wollten.
Besonders an der Elektrostation stapelten sich schnell die Geräte. Toaster, Föhne, Mixer und Radios wurden fachmännisch auseinandergenommen und oft mit nur wenigen Handgriffen wieder zum Laufen gebracht. Ein freiwilliger Helfer berichtete begeistert: «Es ist schön zu sehen, wie dankbar die Menschen sind, wenn ihr liebgewonnenes Gerät plötzlich wieder funktioniert.»
Auch im Textilbereich surrten die Nähmaschinen ohne Unterlass. Löcher in Lieblingspullis wurden gestopft und Hosen repariert. Die konzentrierte, aber ruhige Atmosphäre spiegelte die Hingabe wider, mit der gearbeitet wurde.
Die Flick-Müli war jedoch mehr als nur eine Werkstatt. Wer auf die Reparatur seines Gegenstandes wartete, nutzte die Zeit im gemütlichen Müli-Bistro. Bei einer Tasse Kaffee und einem feinen Stück Kuchen oder beim Mittagessen entstanden wertvolle Gespräche zwischen Jung und Alt. Es wurde gelacht, gefachsimpelt und die Gemeinschaft im Dorf gestärkt.
Ein starkes Zeichen für die Umwelt
Das Team des Vereins Rundum-Müli zeigte sich am Ende des Tages hochzufrieden mit der Resonanz. «Dass so viele Menschen den Weg zu uns gefunden haben, zeigt, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit in Elgg geworden ist», so ein Mitglied des Organisationsteams.
Die Flick-Müli war erneut ein voller Erfolg. Sie setzte ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft und bewies, dass gemeinsames Reparieren nicht nur die Umwelt schont, sondern auch das Herz erwärmt.
ZUZANA JAKUSOVSKA