Die Jugendkriminalität in der Schweiz hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Deutlich zugenommen haben jedoch Verkehrsdelikte, während Drogendelikte stark zurückgingen. Zudem stiegen die Zahl der Fremdplatzierungen sowie die Dauer von Freiheitsentzügen ...
Die Jugendkriminalität in der Schweiz hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Deutlich zugenommen haben jedoch Verkehrsdelikte, während Drogendelikte stark zurückgingen. Zudem stiegen die Zahl der Fremdplatzierungen sowie die Dauer von Freiheitsentzügen weiter an. Mit 22’957 Urteilen blieb die Jugendkriminalität 2025 stabil. Im Sechsjahresvergleich seit 2020 ist die Zahl der Jugendurteile jedoch um 18 Prozent gestiegen, und die Verteilung der Straftaten hat sich verschoben.
Mehr Verkehrs-, weniger Drogendelikte
Am auffälligsten ist die starke Zunahme der Straftaten im Strassenverkehr (+83% seit 2020), gefolgt von Urteilen aufgrund von Verstössen gegen das Personenbeförderungsgesetz (+68%). Gegenläufig entwickelten sich die Betäubungsmitteldelikte: Sie gingen um 63 Prozent zurück. Die Straftaten gemäss Strafgesetzbuch blieben mit +2 Prozent weitgehend stabil.
Mehr unbedingte Freiheitsstrafen bei ausländischen Jugendlichen
Die unbedingten Freiheitsstrafen haben sich seit 2020 mehr als verdoppelt – von 258 auf 524. Dieser Anstieg ist ausschliesslich auf ausländische Jugendliche ohne B- oder C-Ausweis zurückzuführen, deren Zahl von 161 auf 422 gestiegen ist. Verweise als Sanktionsform haben im gleichen Zeitraum um 36 Prozent zugenommen und machen heute mehr als ein Drittel aller Sanktionen aus.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK