Der Tambourenverein Elgg feiert den Neubau
05.09.2026 ElggMit viel Musik, fröhlicher Stimmung und einem perfekten Wochenende feierte der Tambourenverein Elgg die Einweihung des neuen Probelokals im Stämpfelfeld.
Was vor sechs Jahren an einer Generalversammlung startete, endete nun in der Eröffnung des neuen Probelokals des ...
Mit viel Musik, fröhlicher Stimmung und einem perfekten Wochenende feierte der Tambourenverein Elgg die Einweihung des neuen Probelokals im Stämpfelfeld.
Was vor sechs Jahren an einer Generalversammlung startete, endete nun in der Eröffnung des neuen Probelokals des Tambourenvereins Elggs. Am Samstagabend wurden die zahlreichen Gönner und Spender zu einem offiziellen Akt eingeladen, während der Sonntag ganz im Zeichen der offenen Tür für die Elgger Bevölkerung war.
Mit schottischen Klängen der Free Pipers of Schaffhausen wurden die Ehrengäste zur Eröffnung im Stämpfelfeld empfangen. Geladen wurden die vielen Gönner und Sponsoren, welche den Neubau finanziell unterstützt haben, sowie die fleissigen Helfer und Handwerker, welche durch ihre Expertise und Wohlwollen den Tambourenverein über die lange Zeit begleitet haben. In seiner Rede bedankte sich Andrej Blaser bei allen Handwerkern persönlich und unterstrich, dass der Verein immer auf offene Türen gestossen sei. «Nicht nur ein ganzer Verein, sondern ein ganzes Dorf hat hier mitgearbeitet.» Auch der Elgger Bevölkerung wurde gedankt, schliesslich habe diese mit einer viertel Million Franken einen wesentlichen Bestandteil der Kosten übernommen. Dies sei ein Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung in die jahrelange Arbeit des Tambourenvereins, meinte Andrej Blaser. Gemeindepräsidentin Ruth Büchi-Vögeli überbrachte von der Gemeinde die Glückwünsche und rekapitulierte die lange Bauphase. Man sei froh, den Tambourenverein mit seiner aktiven Jugendausbildung im Dorf zu haben. Nach den offiziellen Worten wurde gemeinsam die Sponsorentafel enthüllt, welche die künftigen Generationen an die vielen Spender und Helfern erinnern soll. Da der Tambourenverein dieses Jahr auch sein 75-jähriges Bestehen feiert, hatte sich dieser mit einem Klangspiel beschenkt. Dieses wurde mit einem kleinen Konzert eingeweiht. Anschliessend wurden die Gäste zum Apéro riche geladen. Gemeinsam wurde auf das vollbrachte Werk angestossen und von den unzähligen Arbeitsstunden erzählt und Anekdoten ausgetauscht. Man spürte allerseits eine Erleichterung, dass das Kapitel «Hüslibau» endlich abgeschlossen ist und der Tambourenverein im neuen Probelokal sein Zuhause gefunden hat. Bis spät in die Nacht wurde das neue Hüsli «eingeschwemmt».
Tag der offenen Tür für die Elgger Bevölkerung
Da die Elgger Bevölkerung einen Grossteil der Kosten des Neubaus bezahlt hatte, wollte der Verein auch dieser die Möglichkeit der Besichtigung geben und lud die Einwohner von Elgg zum Tag der offenen Tür ein. Dieser wurde von musikalischen Darbietungen der Kantonspolizeimusik Zürich, der Musik Elgg und des Tambourenvereins selbst umrahmt. Während draussen den ganzen Tag unterschiedliche Musik gespielt wurde, konnte man drinnen die Geschichte des Baus und des Vereins in einer Ausstellung begutachten. Viviane und Yvonne Egli sind zusammen ins Archiv gestiegen und haben sich durch viele alte Fotos und Erinnerungen der letzten 75 Jahre gearbeitet. Herausgekommen ist eine liebevoll zusammengestellte Galerie von Zeitstrahl, Plakaten, Gegenständen und Instrumenten, welche den Verein über die Jahre begleitet haben.
In einem anderen Raum stellte Franziska Hula die Basler Fasnachtskunst vor. Seit vielen Jahren feiert der Tambourenverein die Fasnacht nach dem Vorbild der Basler. So sind in den letzten Jahrzehnten viele selbstgebaute Larven und Kostüme zusammengekommen, welche hier grösstenteils ausgestellt wurden.
Der grosse Proberaum stand dabei im Zeichen des Hüslibaus. Von der Planung bis zur Ausführung hat Thomas Lattmann den Ablauf in 100 Bildern fotografisch festgehalten. Jori Grimm liess in seinem Film viele wichtige Personen zu Wort kommen und fasste so die Geschichte des Hüslibaus anhand der Aussagen der Protagonisten zusammen. Durch diese beiden Arbeiten ist der Hüslibau nun auch für die Nachwelt bestens dokumentiert.
An dieser Aufzählung ist exemplarisch zu sehen, was den Tambourenverein so speziell macht. Durch seine Vielfalt an Mitgliedern können sich alle irgendwie einbringen und zusammen etwas Grosses auf die Beine stellen. Sei es ein einfaches Konzert oder sogar der Bau eines neuen Probelokals. Die sechs Jahre Bauzeit haben allen Mitgliedern viel abverlangt, doch jede und jeder würde sagen, dass es dies wert war und man mit dem Resultat des Neubaus mehr als zufrieden ist. Auch die äusserst positiven Bemerkungen und Kommentare der Handwerker, Bevölkerung, Gönner und Sponsoren zeigen, dass der Verein vieles richtig gemacht hat und auf einem guten Weg in die Zukunft ist, sodass der Tambourenverein auch in 75 Jahren ein fester Bestandteil in Elgg sein wird.
ANDREJ BLASER



