Der Schutzraum an der Bahnhofstrasse wird erneuert
21.03.2026 ElggDer Schutzraum beim Coop in Elgg wird saniert. Die Pläne sehen zeitgemässe Plätze für 300 Personen vor. Die Bauarbeiten dauern von Mitte April bis Anfang Juli. Die Gesamtkosten betragen 275’000 Franken.
ELGG Der öffentliche Schutzraum im Ausgleichsgebiet ...
Der Schutzraum beim Coop in Elgg wird saniert. Die Pläne sehen zeitgemässe Plätze für 300 Personen vor. Die Bauarbeiten dauern von Mitte April bis Anfang Juli. Die Gesamtkosten betragen 275’000 Franken.
ELGG Der öffentliche Schutzraum im Ausgleichsgebiet Dorf an der Bahnhofstrasse 26 in Elgg mit Baujahr 1977 ist stark sanierungsbedürftig und wird deshalb modernisiert. Er befindet sich in der Tiefgarage und in weiteren Räumen unter dem Gebäude. Im Notfall sollen hier 300 Personen Platz finden. Vorgesehen sind 300 Liegeplätze, ein Vorratsraum, eine Küche, ein Toilettenraum sowie zwei Schleusen. Zudem verfügt der Schutzraum über drei Notausgänge und nach der Sanierung über eine dem neuesten Stand der Technik entsprechende Lüftungsanlage.
Ein Augenschein mit der Elgger Firma Mengeu AG Schutzraum-Technik, die den Umbau leitet, zeigt: Es gibt einiges zu tun. Erneuert werden die Elektronik, die Lüftungen und die WC-Anlagen. Zudem wird neu eine Küche eingebaut und Platz für einen Vorratsraum abgetrennt. Saniert wird ausserdem die grosse Panzerschiebewand beim Eingang.
Veraltete Anlage
Christoph Singer, Geschäfts- und Verkaufsleiter bei der Mengeu AG, hat die verschiedenen Subunternehmer vergangene Woche zu einer Koordinationssitzung und zur Inspektion der Örtlichkeit geladen.
Die Anlage ist veraltet. Man sieht ihr an, dass über Jahrzehnte hinweg niemand so richtig mit dem Ernstfall gerechnet hat. Die technischen Anlagen sind nicht mehr zeitgemäss, die Räume gleichen einem Lost Place. Die Panzerschiebewand kann zurzeit nicht mehr geschlossen werden, da der Führungskanal im Boden verrostet ist.
Bis auf die Firma Ernst Schweizer AG aus Hedingen, die die Schiebewand erneuert, sind alles Elgger Unternehmen am Umbau beteiligt, so die Dauti Bauunternehmung AG, der Sanitärbetrieb Peluso & Partner, die Stromwerkstatt und der Malerbetrieb manoCrea GmbH. Bei der Besprechung mit dabei sind auch Andreas Zwicky, Bereichsleiter Planung, Hochbau und Energie, verantwortlich für die Liegenschaften und Bau der Gemeinde Elgg, sowie eine Vertreterin der Gebäudeverwaltung.
Die Arbeiten beginnen am 20. April und dauern bis Anfang Juli. Während der Bauzeit kann es zu Einschränkungen in der Tiefgarage kommen. Zeitweise stehen einzelne Parkplätze nicht zur Verfügung, und während zwei Wochen im Sommer wird die Zufahrt komplett gesperrt. Die Mieterinnen und Mieter werden informiert und erhalten Ersatzparkmöglichkeiten.
Kosten von 275’000 Franken
Der Elgger Gemeinderat hatte das Projekt zur Sanierung mit Gesamtkosten von 275’000 Franken vergangenes Jahr genehmigt. 180’000 Franken werden vom kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz aus dem Ersatzbeitragsfonds übernommen. Zudem beteiligt sich die Grundeigentümerschaft mit 50 Prozent, rund 23’000 Franken, an der Sanierung der Panzertüre.
Schutzeinrichtungen müssen erneuert werden
Die Schweiz verfügt über eines der umfangreichsten und am besten instand gehaltenen Schutzbautensysteme der Welt, etwa 370’000 Personenschutzräume sind es schweizweit, rund 60’000 davon im Kanton Zürich. Viele davon wurden in den 60er- und 70-er Jahren während des Kalten Krieges errichtet, um das Überleben der Zivilbevölkerung im Falle eines Atomkriegs oder anderer schwerwiegender Bedrohungen zu sichern.
Doch heute haben die technischen Anlagen eines grossen Teils dieser Räume ihre Lebensdauer erreicht. Der Bund hat daher vergangenes Jahr die Kantone aufgefordert, die Schutzeinrichtungen zu erneuern, auch wegen der aktuellen Bedrohungslage. Er hat dafür die Zivilschutzverordnung revidiert, die im Januar dieses Jahres in Kraft getreten ist. Im Zentrum der Vorlage steht der Ersatz von alternden Schutzraumkomponenten, die in den Schutzräumen verbaut sind. Sie sind teilweise mehrere Jahrzehnte alt und oft nicht mehr richtig funktionstüchtig.
BETTINA STICHER



