Buntes Vergnügen mit Blasmusik und Männerstimmen
26.03.2026 AadorfDas gemeinsame Konzert der Musikgesellschaft und des Männerchors Aadorf entführte das Publikum in eine Welt starker Sinneseindrücke. Ein gelungener Unterhaltungsabend, der mit einem sorgfältig ausgewählten Programm aus verschiedenen Epochen und Stile zwischen Ernst, ...
Das gemeinsame Konzert der Musikgesellschaft und des Männerchors Aadorf entführte das Publikum in eine Welt starker Sinneseindrücke. Ein gelungener Unterhaltungsabend, der mit einem sorgfältig ausgewählten Programm aus verschiedenen Epochen und Stile zwischen Ernst, Emotionen und Spass überzeugte.
Eine Mischung aus Moderne, Tradition und Unterhaltung hatte die Musikgesellschaft (MG) Aadorf für ihr traditionelles Unterhaltungskonzert versprochen – und dieses Versprechen mehr als nur eingehalten.
Als besonderes Highlight war in diesem Jahr der Männerchor Aadorf mit von der Partie. Gemeinsam boten die beiden Vereine einen Abend mit Musik, Gesang und Unterhaltung vom Feinsten. Werke aus verschiedenen Zeiten und von unterschiedlichen Musikstilen wurden geboten, angereichert mit witzigen und theatralischen Elementen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Alle Stücke wurden musikalisch sorgfältig, gefühlsmässig mitreissend und mit viel Herzblut und Engagement vorgetragen. Dazwischen sorgten kleine Scherze und Ansagen für Auflockerung und neben dem regelmässigen Applaus auch für Lacher.
Andere Gedanken
Zum Start verbreitete die MG Aadorf unter der Leitung von Tina Egger mit «Happy Days» von Charles Fox gute Laune. Das berühmte Titellied der gleichnamigen US-Sitcom aus Übersee versetzte das Publikum in fröhliche Stimmung.
Moderatorin Karin Spiranelli begrüsste die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer und kündigte als besonderen Höhepunkt den gemeinsamen Auftritt von Blasorchester und Chor an: «Speziell in der heutigen Zeit ist es uns ein grosses Anliegen, Sie mit unserer Musik in eine andere Welt zu entführen.» Deshalb habe man ein bunt gemischtes Programm zusammengestellt, «bei dem man garantiert auf andere Gedanken kommt».
Ernst und Märchen
Weiter ging es ernster und regionaler mit «Adios Valentino» von Christoph Walter. Walter ist in der Schweizer Militärszene sowie in der Unterhaltungsmusik ein bekannter Name. Er war musikalischer Ausbildner fürs Rekrutenspiel und leitete von 1999 bis 2005 die «Swiss Army Concert Band». Den Titel «Adios Valentino» habe er 2005 zur Verabschiedung des Ostschweizer Verbandsfunktionärs Valentin Bischof komponiert, erklärte Spiranelli.
Der nächste Titel «Aladdin» entführte das Publikum in die orientalisch-zauberhafte Welt aus «Tausendundeiner Nacht». Das Stück stammt aus dem gleichnamigen Disney-Film und wurde von Paul Jennings für Blasmusik arrangiert. Es ist in vier Teile gegliedert: «Arabische Nächte», «Friends Like Me», «Prinz Ali» und «A Whole New World».
Wettbewerb und Träume
Zurück im Hier und Jetzt kamen die Anwesenden im nächsten Konzertteil in den Genuss eines exklusiven Vorgeschmacks auf das Eidgenössische Musikfest in Biel. «Das Stück ‹Albula› des renommierten Bündner Komponisten Oscar Tschuor hat für die MG Aadorf eine besondere Bedeutung», sagte die Moderatorin. Die Musikgesellschaft nimmt damit am Eidgenössischen Musikfest an der Parademusik teil: «Aufgrund der aktuellen Platzverhältnisse spielen wir heute aber nicht marschierend, sondern sitzend.»
Zum Schwelgen lud der Walzer «Mein schönster Traum» von Markus Ebner ein. Passend dazu verhalf der nächste Komponist, Alvaro Soler, seit 2021 Jurymitglied bei «The Voice of Kids», mit seinem Hit «Sofia» Kindern und Jugendlichen zur Verwirklichung ihrer Träume.
In der Pause bestand Gelegenheit, sich zu stärken, zu unterhalten und Lose für die Tombola zu kaufen. Für das leibliche Wohl war mit Snacks, Kuchen und Getränken bestens gesorgt.
Geistlich bis Weltlich
Danach trat der Männerchor unter der Leitung von Paul Erkamp auf. Die Sänger moderierten die Liedabfolge selbst und wechselten sich dabei ab. Gut Schweizerisch ging es in den ersten beiden Stücken zu, wenn auch stilistisch unterschiedlich. Zunächst sang der Chor «Thurgau sing», komponiert von David Lang im Zusammenhang mit der Aktion «Thurgau singt». Es folgte «Alperose» von Hanery Ammann, das – interpretiert von Polo Hofer und der Schmetterband – 2006 in der SRF-Sendung «Die grössten Schweizer Hits» zum «besten Schweizer Song aller Zeiten» gewählt wurde.
Mit «O Lux beata trinitas» von Felix Mendelssohn Bartholdy kam ein geistliches Werk aus der Romantik zum Zug. Anschliessend kehrte der Chor mit dem «Bierlied» von Robert Pappert in weltliche Gefilde zurück. Besonders der zweite Teil wurde durch eine humorvolle Choreografie von Chorleiter Paul Erkamp zusätzlich aufgelockert.
Philosophisch wurde es im Lied «Wer will ich morgen sein» (aus «Anna Göldi – Das Musical»), das sich mit Veränderung und Zukunft auseinandersetzt. Auf der Suche nach dem Weltfrieden holte der Chor schliesslich Unterstützung vom griechischen Helden Herkules in Form der Disney-Version. Für den Umgang mit der heutigen Welt brauche es «Mut, Zuversicht und Beharrlichkeit». Das Lied «Go the Distance» stammt aus dem Musical «Hercules».
Grande Finale
Das angekündigte Grande Finale bildete der gemeinsame Auftritt von Orchester und Chor unter der Leitung von Tina Egger. Den Auftakt machte der international-kubanische Hit «Guantanamera», arrangiert von Mike Sutherland. Anschliessend kam mit «La Montanara» von Toni Ortelli ein Stück aus dem heimatlichen Alpenraum auf die Bühne.
Zum Schluss brachte das Chianti-Lied von Gerhard Winkler nochmals ausgelassene Stimmung in den Saal und leitete damit zum gemütlichen Ausklang über.
Dank an alle Mitwirkenden
Samuel Maissen, Präsident der MG Aadorf, richtete schliesslich ein paar Dankesworte an alle, die mitgeholfen hatten: die Zuständigen für die erst 2025 erneuerte Technik im Gemeindezentrum, die – aus Aadorfer Sicht genannt – «Aadorfer/Elgger Zeitung», die «für die wichtige Sichtbarkeit der Dorfvereine sorgt», die Gemeinde und das betreuende Team, die Sponsoren und Gönner, welche die Vereine immer wieder unterstützten, die Moderatorin, die Dirigentin, die Musikerinnen und Musiker der Musikgesellschaft sowie die Sänger des Männerchors. «Es gehört viel dazu, einen solchen Abend zu bestreiten», sagte er. Weiter bedankte er sich bei den Helferinnen und Helfern.
Schliesslich gab er den weiteren Verlauf des Abends mit Abholung der Preise, Nietenverlosung und Öffnung der Bar bekannt und gab einen kurzen Ausblick auf das 35. Eidgenössische Musikfest in Biel, an dem die Musikgesellschaft am Nachmittag mit Parade- und am Abend mit Konzertmusik teilnimmt. Thomas Thalmann, Präsident des Männerchors, bedankte sich seinerseits bei der Musik und ihrem Dirigenten Paul Erkamp sowie der Dirigentin der Musikgesellschaft für deren Geduld.
Die Einleitung in den nachfolgenden gemütlichen Ausklang des Unterhaltungsabends erfolgte mit einer Zugabe mit «Guantanamera», die nochmals Energien freisetzte. Anschliessend konnte man sich am Buffet bedienen, einen der zahlreichen Tombolapreise abholen oder den Abend an der Bar ausklingen lassen und am späteren Abend die Chance bei der Nietenverlosung nutzen.
BETTINA STICHER











