Blues Max füllte nochmals die «Gumele» und gab seine humorvollen und sprachspielerischen Lieder zum Besten. Verwöhnt wurde das Publikum auch vom Wirtepaar mit Schweinebraten vom Grill.
Bereits zum 4. Mal trat Blues Max, alias Max Werner Widmer, in der ...
Blues Max füllte nochmals die «Gumele» und gab seine humorvollen und sprachspielerischen Lieder zum Besten. Verwöhnt wurde das Publikum auch vom Wirtepaar mit Schweinebraten vom Grill.
Bereits zum 4. Mal trat Blues Max, alias Max Werner Widmer, in der «Guhwilmühle» oberhalb des Fahrenbachs auf. Das letzte Mal vor 7 Jahren war Blues Max noch im Duo aufgetreten, diesmal hatte er eine ganze Band dabei. Das Quartett musste somit auch etwas bei der Instrumentenwahl und der Technik Abstriche machen, da die Bühne minimalistisch ausfiel. Doch die klassische Kombination aus Bass, Schlagzeug und Gitarre wurde gekonnt durch eine melodische Klarinette ergänzt. Für manche Lieder wechselte der Klarinettist Daniel Schneider auf eine E-Klarinette und imitierte eine Panflöte, um den Musikumfang zu erhöhen.
Sammelsurium an Liedtexten
Thematisch bewegten sich die Lieder zwischen Alltäglichem und der Zufriedenheit in der Einfachheit des Lebens. So sei es einfach ein guter Tag, wenn der Schwingerkönig der Waschmaschine beim Schwingen zuschaue oder der alte Bademeister niemanden retten muss, weil schlechtes Wetter herrsche. Auch wurde ein Loblied auf den Büroalltag gesungen und das Musikmachen zum Heilmittel gegen Antriebslosigkeit und Müdigkeit erklärt. Über Peter mit dem Doppelmeter, den Fischer ohne Fisch und einer Schoggifabrik am roten Meer, kam das Quartett zum Ende zum Schiri, welcher das Konzert abpfeift. Die sprachspielerischen Liedtexte wurden durch Schlagzeuggrooves von Boris Steiner und Klarinettensolos von Daniel Schneider abgewechselt.
Verdankung der Dauergäste
Nach der Vorstellung bedankte sich Hanspeter Herzog im Namen der Kulturkommission bei seinen «Dauergästen». Einerseits bei Blues Max für 20 Jahre in Elgg, anderseits bei Mike Hasler, welcher seit 26 Jahren für die Kulturkommission das Licht und den Ton verantwortet und zum ersten Mal auch selbst als Bassist auf der Bühne stand. Zu dem wurde auch das Wirtepaar Ruedi und Hildegard Schaufelberger, sowie bei Elisabeth Schälenberg verdankt. Die Kulturkommission habe immer wieder auf die Gastfreundschaft der «Guhwilmühle» zählen können und viele Kulturveranstaltungen durchführen können, meinte Hanspeter Herzog.
Das sich auch die Künstler in der «Gumele» wohl fühlen, unterstrich Blues Max mit der Ansage, dass es nicht mehr wieder sieben Jahre gehe, bis man wieder hier auftreten wird, dann wahrscheinlich unter neuer Bewirtung. So machte auch Ruedi Schaufelberger noch auf ihr Abschiedsfest vom 26. September aufmerksam und meinte «man spiele bis zum letzten Gast». Zum Abschluss gab Ruedi selbst ein Ständchen auf dem Akkordeon und verabschiedete die Gäste musikalisch.
ANDREJ BLASER