Die 3./4. Klasse von Adi Schibli begeisterte das Publikum mit dem Musical «Uf de Suechi nach sim Talent».
Bei der letzten Aufführung im vollen Singsaal war der Applaus lang und laut. Die Kinder zeigten viel Mut, Musik und Schauspieltalent. Das Publikum sah, wie viel sie ...
Die 3./4. Klasse von Adi Schibli begeisterte das Publikum mit dem Musical «Uf de Suechi nach sim Talent».
Bei der letzten Aufführung im vollen Singsaal war der Applaus lang und laut. Die Kinder zeigten viel Mut, Musik und Schauspieltalent. Das Publikum sah, wie viel sie können. Besonders fragte man sich: Hat auch Balz ein Talent? Er sagt selbst, dass er kein Talent habe. Im Musical nennen ihn viele sogar einen «Luuser».
Balz vergisst vieles. Er vergisst Hausaufgaben und Turnzeug. Beim Fussball trifft er oft den Ball nicht. Lena ist ganz anders. Sie spielt sehr gut Fussball. Joel kann sehr gut rechnen. Er kennt das Ergebnis oft schon, bevor andere die Aufgabe lesen. Mael fährt Scooter und tanzt Hip-Hop. Die Tanzgruppe breakdance. Catalina fährt mit dem Traktor sehr geschickt. Tirza ist eine begabte Geigerin.
Talent-Projektwoche
Lehrer Schmitt will in einer Projektwoche das grösste Talent der Schule küren. Balz fragt sich, ob er überhaupt mitmachen soll. Oder ob er sein Talent noch findet. Doch was ist überhaupt ein Talent? Muss man sehr gut putzen können? Muss man turnen können, ohne sich zu verletzen? Muss man gute Witze erzählen können? Oder muss man malen können wie Picasso?
Balz gibt nicht an. Er hört gut zu. Er ist geduldig. Er wird nie wütend, auch wenn man ihn auslacht. Jeden Mittwochnachmittag besucht er seinen Grossvater im Altersheim. Der Grossvater hat Alzheimer. Reicht das als Talent? Kann Balz damit gegen die anderen antreten?
Lena meint, Balz werde mit solchen Fähigkeiten nie in die Super League kommen. Sie sagt, es sei ein Talent-Wettbewerb und kein Treffen von Losern. Doch so einfach ist es nicht. Muss ein Talent immer laut sein und von allen gesehen werden? Das fragen sich die Freunde von Balz. Auch Sean sagt: «O.K. I am for Balzli too. Good luck Balzli.»
Lehrer Schmitt staunt am Schluss über das Resultat. Lena bekommt 50 Prozent. Balz, der zu spät kommt, bekommt auch 50 Prozent. Daraus lernt Mörgeli: Nicht die Lauten sind am Ende die wahren Gewinner. Dass er dabei auf den Regisseur zeigte, war im Zeugnis wohl nicht schlimm.
Grimassäbuech Fasebuck
Wer dem Chor gut zugehört hat, den Gesprächen der Kinder oder Hauswart Mörgeli, dachte wohl auch kurz: Oha. Mörgeli sagt, heute habe niemand mehr Zeit zum Reden. Alle seien gestresst. Das Handy klingele. Der Computer rufe. Oder die Leute seien mit dem «Grimassäbuech Fasebuck» beschäftigt.
Im Schlusslied heisst es: «Nöd was mer sind isch wichtig, sondern wie.» Danach sangen die Kinder noch einmal das Talentlied. Darin sagen sie, dass alle anders sind. Und genau das macht eine Klasse schön. Jeder hat ein anderes Talent. Man soll stolz auf das sein, was man kann.
Das gilt wohl nicht nur für die 3./4. Klasse von Adi Schibli. Er setzt eines seiner Talente als Speaker beim FC Winterthur ein.
(MITG)