Antonia Bischof wird neue Präsidentin der Katholischen Frauengemeinschaft Aadorf
17.03.2026 AadorfTrotz oft ernster Themen muss eine Versammlung nicht trocken und formell daherkommen, das zeigte die GV der KFG Aadorf Ende Februar auf. Antonia Bischof, Neri Müller und Ursula Helfenstein wurden in den Vorstand gewählt.
Die 143. Generalversammlung der Katholischen ...
Trotz oft ernster Themen muss eine Versammlung nicht trocken und formell daherkommen, das zeigte die GV der KFG Aadorf Ende Februar auf. Antonia Bischof, Neri Müller und Ursula Helfenstein wurden in den Vorstand gewählt.
Die 143. Generalversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft (KFG) im frühlingshaft dekorierten Gemeindesaal war geprägt von lebendigen und emotionalen Momenten, die den Aadorfer Verein in seiner ganzen Wärme und Verbundenheit zeigte. Iwona Frei konnte bei ihrer schwungvollen Eröffnungsrede nebst 110 Stimmberechtigten zudem Judith Iten vom Thurgauischen Katholischen Frauenbund, Christof Lindner vom Kirchengemeinderat sowie den Präses Cornel Stadler und die Pfarreiseelsorgerin Petra Mildenberger willkommen heissen. Der Versprecher «Spitzmeitlibuebe» für das an die 35 neuen Mitglieder überreichten «Spitzmeitli-Guetzli» löste bereits die ersten herzhaften Lacher aus. Mit den Neueintritten, zwei Austritten und acht verstorbenen Frauen sei der Aadorfer Frauenverein mit aktuell 216 Mitgliedern einer der grössten Vereine in Aadorf, vermeldete Iwona Frei stolz. Die Geselligkeit kam an diesem Abend nicht zu kurz. Der kulinarische Teil lag in Händen von «Chefkoch» Daniel Bachmann, der an Krücken gehend, den drei engagierten Köchinnen Iwona Frei, Anita Mazenauer und Sandra Sax mit Rat und Tat zur Seite stand. Für das feine Abendessen mit niedergegartem Schweinefilet und buntem Gemüse wurden im Voraus insgesamt rund 17 Kilogramm Spätzli zubereitet. Im Service durfte man auf die tatkräftige Mithilfe von Michele Sax, Markus Mazenauer und Stephan Sieber zählen.
Antonia Bischof neue Präsidentin der KFG
Wie bereits im letzten Jahr die Frauengemeinschaft Tänikon, stand auch die KFG Aadorf nach dem angekündigten Rücktritt von Anita Mazenauer und Iwona Frei kurz vor der Auflösung. Umso grösser war die Erleichterung, als sich Antonia Bischof im letzten Sommer bereit erklärte, als Präsidentin die Verantwortung für den Verein zu übernehmen und zwei weitere engagierte Frauen für den Vorstand gefunden wurden. Antonia Bischof übernimmt das Amt der zwei Co-Präsidentinnen Anita Mazenauer und Iwona Frei, Neri Müller kehrt als Beisitzerin zurück und Ursula Helfenstein übernimmt das Amt der langjährigen Aktuarin Sandra Sidoli, der für die pflichtbewusste Protokollführung herzlich gedankt wurde. «Damit ist die Fortsetzung des Frauenvereins für die nahe Zukunft vorerst gesichert», betonte Iwona Frei erleichtert. Ein Felsbrocken sei den Vorstandsmitgliedern von den Schultern gefallen. Wertschätzende Worte, bewegende Momente und herzlicher Applaus machten deutlich, wie stark der Zusammenhalt im Verein ist. Dem motivierten Trio wurde einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Die neue Präsidentin ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern und engagierte Lehrperson für Deutsch als Zweitsprache in Aadorf. Sie bringt aus dem ehemaligen Vorstand in Tänikon einen grossen Erfahrungsschatz mit. An der nächsten GV soll über einen neuen Vereinsnamen und ein neues Logo abgestimmt werden. Ideen und Vorschläge nimmt Antonia Bischof gerne entgegen. Der Übergang in die neue Vereinsführung wird als grosses Vertrauen in die nahe Zukunft verstanden.
Gelebte Gemeinschaft
Hochspannend zeigte sich der von Anita Mazenauer präsentierte Jahresrückblick. Eindrückliche Bilder gemeinsamer Unternehmungen, Ausflüge, Kurse wie Vorträge liessen bleibende Erinnerungen und lustige Begebenheiten wie z.B. beim Fondueplausch in der Winti-Alp wie auch beim Ausflug nach Lindau neu aufleben. Gemeinsame Stunden des Austausches, des Lachens und des Zusammenseins, bringen es die zurücktretenden Co-Präsidentinnen auf herzliche Art und Weise auf den Punkt. Die Jahresrechnung, präsentiert von Kassierin Brigitte Brunner und geprüft und genehmigt von den Revisorinnen Tanja Zünd und Karin Ammann schliesst bei einem Ertrag von 7329 Franken gegenüber einem Aufwand von 10’172 Franken mit einem Verlust von 2843 Franken. Dieser resultiere davon, dass man beim Ausflug nach Lindau die Car- und Schiffskosten, im Glauben, dass der Verein aufgelöst werden müsse, übernommen habe, betonte die kompetente Zahlenfrau. Sie wies darauf hin, dass der Verlust Ende 2026 infolge wertschätzender Abschiedspräsente für die zurücktretenden Vorstandsmitglieder noch mehr ins Gewicht fallen werde.
30 respektive 20 Jahre Treue
Mit Anita Mazenauer und Iwona Frei wurden zwei langjährige, treue Vorstandsfrauen verabschiedet. Erstgenannte trat im Jahr 1996 in den Vorstand ein und führte den Verein von 2009 bis 2011 im Co-Präsidium zusammen mit Renate Flückiger. Im Jahr 2020 übernahm Anita Mazenauer dieses Amt wieder zusammen mit Iwona Frei, welche 2006 in den Vorstand gewählt wurde und von 2008 bis 2016 als Kassierin tätig war. «Mit eurem aktiven Engagement habt ihr Anlässe nicht nur mitorganisiert, sondern ihnen mit viel Humor Leben eingehaucht. Mit Fantasie, Tatkraft und einem feinen Gespür für Gemeinschaft habt ihr Erlebnisse geschaffen, die in bester Erinnerung bleiben werden. Wir werden Euch vermissen», so die Dankesworte von Sandra Sax und Sandra Sidoli. Grosse Fantasie und schauspielerisches Talent bewiesen die sechs «alten» Vorstandsfrauen in einem bühnenreifen Witz-Potpourri mittels Video-Präsentation. Der grossartige Abschluss eines informativen wie emotionsgeladenen Versammlungsabends.
CHRISTINA AVANZINI


