Am Flohmi Elgg herrschten perfekte Bedingungen
25.06.2026 ElggAm Samstag war wieder Flohmarkt in Elgg. Bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen wurde gestöbert, gefeilscht, ver- und gekauft. Die Kaffeestube der Pfadi bot Gelegenheit, sich auszuruhen und zu stärken.
Bereits um 7.30 Uhr waren am vergangenen Samstagmorgen die ...
Am Samstag war wieder Flohmarkt in Elgg. Bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen wurde gestöbert, gefeilscht, ver- und gekauft. Die Kaffeestube der Pfadi bot Gelegenheit, sich auszuruhen und zu stärken.
Bereits um 7.30 Uhr waren am vergangenen Samstagmorgen die ersten Standbetreiberinnen und Standbetreiber zur Stelle. Um 8.30 herrschte reges Gewusel, und pünktlich um 8.45 Uhr war die Platzvergabe. Die wartenden Kinder und ihre Angehörigen – der Juni-Flohmarkt in Elgg ist traditionell ein Kinderflohmarkt – begannen sofort auszupacken und ihre mitgebrachten Gegenstände liebevoll anzuordnen. Noch bevor alle Preise ungefähr bestimmt waren, stand auch schon Kundschaft auf der Matte. Und das machte nichts. Denn Handeln gehört am Flohmi zum Erlebnis.
Zuvor hatten bereits der Wochenmarkt der Heimatschutz-Vereinigung Elgg, in den der Flohmarkt integriert ist, seine Stände zwischen Maisen- und Lindenplatz aufgebaut, und vor dem Gemeindehausplatz die Verantwortlichen der Bring- und Holaktion des Unihockey Clubs (Bericht Seite 4) damit begonnen, abgeholte Möbel und andere Gegenstände abzuladen.
Angenehme Temperaturen, viel Kundschaft
Lauschiger hätte der Vormittag nicht sein können. Die grosse Linde spendete Schatten, das Gewitter des Vorabends und die frühe Morgenstunde taten das Ihrige für sehr angenehme Temperaturen am bevorstehenden heissen Frühsommertag.
Und auch in der Kaffeestube der Pfadi war man fleissig an der Arbeit. Abteilungsleiter Elio Strässle v/o Wrigley war sehr zufrieden: «Besser könnte es nicht sein», sagte er schon beim Einrichten, und später konnte er entsprechend feststellen, dass es sehr gut läuft. «Alles perfekt, das Wetter, zahlreiche Kundschaft, ausgezeichnete Kuchen, die die Kinder zum Teil selbst gebacken haben.»
Diese waren denn auch eifrig daran, den Kaffee und die Kuchen, für die man selbst einen Preis festlegen konnte, zu verkaufen und die Tische in Ordnung zu halten. Für die Pfadi Elgg/ Aadorf ist es ein willkommener Anlass, das Budget aufzubessern. «Wir brauchen Geld für neues Material, letztes Jahr sind einige Zelte kaputtgegangen», so Wrigley, der zusammen mit Abteilungsleiter Tim Sadgrove v/o Kiwano, für den kleinen Gastrobetrieb verantwortlich war.
Stöbern, handeln, plaudern, kaufen und verkaufen
Zeit zu stöbern, zu plaudern, das Angebot der anderen zu begutachten, zu verkaufen und selbst auch zu kaufen. «Es gehört zum Flohmi, selbst auch Dinge zu kaufen, etwa gleich viel wie man verkauft», sagte eine Standbetreiberin. Einzelne Kinder präsentierten hingebungsvoll ihre Spielsachen, aus denen sie «herausgewachsen» sind, darunter auch Lego-Kunstwerke, die sie einst mit Sorgfalt zusammengebaut hatten. Diese wurden behutsam aufgestellt. Wer sich für Comics interessierte, kam ebenfalls nicht zu kurz. Auch die einst in Vergessenheit geratenen lustigen Donald Duck- und Mickey Mouse-Taschenbücher waren vorhanden. Ein Junge hatte gleich 40 davon mitgebracht, und schon nach einer Stunde die Hälfte davon verkauft, wie er stolz erklärte.
Husky-Hündin Lilly findet ein neues Zuhause
Wie so ein Kauf abläuft, sei hier an der Geschichte von Husky-Hündin Lilly erzählt. Lilly, ein grosses Plüschtier, zog schnell die Aufmerksamkeit mehrerer Kinder auf sich. Ein Mädchen verkaufte es, ein anderes, etwas jüngeres Mädchen machte schliesslich das Rennen. Der Preis war schnell verhandelt und schwups, war das Kuscheltier auch schon weg. Später sah man als aufmerksame Beobachterin, wie dessen Mutter Lilly mit dem Fahrradanhänger ins neue Zuhause transportierte.
Aber auch andere Dinge fanden ihre dankbaren Abnehmer. Spiele, Kleider, Sportsachen, Velo-Zubehör, Bücher, Antikes, Gebrauchsgegenstände des Alltags, Dekomaterial und vieles mehr, wechselten die Besitzer. Auch die Schreibende selbst ist nach dem Flohmi-Morgen um ein paar Dinge reicher, darunter ein wunderschöner alter Spiegel und ein paar Donald Duck-Taschenbücher, geliebte Erinnerungen an einen unbeschwerten Teil der Kindheit in den 70-er Jahren.
Stefanie Hugentobler, Gemeinderätin in Elgg und Kantonsrätin, betrieb wie letztes Jahr zusammen mit Neffe und Nichte einen eigenen Stand. Sie kennt das Flohmi-Geschehen seit Jahren und bestätigte: «Wir sind sehr zufrieden.»
Das Fazit: ein kleiner Flohmarkt an einem schönen Ort wie beim Lindeplatz in Elgg ist Gold wert. Während man an Grossanlässen heute leider allzu oft im Gedränge stecken bleibt, selbst erlebt am Wochenende zuvor am grenzüberschreitenden, an sich sehr schönen Flohmarkt in Kreuzlingen und Konstanz, ist hier noch Platz und Zeit vorhanden. Elggerinnen und Elgger und auch auswärtige Gäste dürfen sich schon wieder auf nächstes Jahr freuen.
BETTINA STICHER
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