Verpackungen, Flaschen, Folien – Kunststoff ist im Haushalt allgegenwärtig. Nach Gebrauch sollte er aber nicht verbrannt werden, da viele der Materialen wiederverwertbar sind.
Die Kägi AG Wittenwil bietet in ihrem Sammelhof in Aadorf diese Möglichkeit bereits seit ...
Verpackungen, Flaschen, Folien – Kunststoff ist im Haushalt allgegenwärtig. Nach Gebrauch sollte er aber nicht verbrannt werden, da viele der Materialen wiederverwertbar sind.
Die Kägi AG Wittenwil bietet in ihrem Sammelhof in Aadorf diese Möglichkeit bereits seit 2014 an, Haushaltkunststoffe in den kostenpflichtigen Sammelsäcken Bring Plastic Back von sammelsack.ch zu sammeln – vielen seit Jahren auch bekannt als «der gelbe Sack». Dies verringert nicht nur den Hauskehricht, sondern reduziert den Ressourcenverbrauch und den CO2-Ausstoss. Insgesamt wurden über den Sammelhof der Kägi AG Wittenwil im vergangenen Jahr 37’130 Kilogramm Kunststoffe im Sammelsack Bring Plastic back gesammelt und dem Recycling zugeführt. Dies ist eine beachtliche Menge und zeigt, dass sich auch das Sammeln der vermeintlich kleinen Haushaltsanteile lohnt.
Gesamtschweizerisch konnten im Jahre 2025 insgesamt 9402 Tonnen Haushaltkunststoffe durch Bring Plastic Back gesammelt werden. Herzlichen Dank allen, die diese Mengen möglich gemacht und dadurch einen Beitrag zu Gunsten der Umwelt geleistet haben.
Bring Plastic Back – Plastikrecycling, dem vertraut werden kann
Das Sammelsystem ist nach den strengen Anforderungen des Verbands Schweizer Plastic Recycler (www.plasticrecycler.ch) zertifiziert. Die Zertifizierung beinhaltet ein komplettes und regelmässiges Stofffluss-Monitoring nach der Methode der EMPA. Dies garantiert, dass aus dem Plastikabfall auf sinnvolle Weise neue Rohstoffe gewonnen werden.
Kunststoff wiederverwertet statt vernichtet
Die Kunststoffsammlung der Kägi AG Wittenwil ersetzte im stofflichen Recycling 18’565 Kilogramm Neumaterial, was 55’695 Liter Erdöl einsparte. Das daraus gewonnene Regranulat reicht zum Beispiel für die Herstellung von 14’504 Meter Kabelschutzrohren. Die nicht recyclebaren Mischkunststoffe wurden der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zugeführt und ersetzten so 18’546 Kilogramm Stein- oder Braunkohle.
Gegenüber der thermischen Verwertung in einer Kehrichtverwertungsanlage konnten somit 105’078 Kilogramm CO2-Emissionen eingespart werden. Diese Einsparung entspricht einer Autofahrt mit einem Mittelklassewagen von 808’789 Kilometer.
(MITG)
Was soll gesammelt werden
• Saubere Folien und Plastikflaschen aller Art
• Plastikschalen von Gemüse, Obst, Fleisch, Eier, Guetzli usw.
• Becher von Joghurt, Quark
• Plastikpflanzentöpfe und Schalen von Kräutern und Setzlingen
• Nachfüllbeutel und Verpackungen wie Tuben und Seifenspender
• Getränkekartons (Tetrapack) und Verbundstoffen mit dünner Aluschicht von Chips, Erdnüssen usw.
Was gehört nicht in den Sammelsack
• Stark verschmutzte Verpackungen
• Restinhalte von Speisen oder Marinaden
• Verbundstoffe mit dicker Aluschicht von Kaffee, Nassfutter usw.
• Spielzeug, Gartenartikel, Büromaterial, usw.
Weitere Informationen und Kontakte unter: www.sammelsack.ch