60 Jahre Freibad Heidelberg Aadorf
12.05.2026 AadorfErinnerungen von Hansjakob Altenburger
Es freut mich, das Jubiläum miterleben zu dürfen. Seit 60 Jahren verbringen «Gross und Klein» im Sommer in unserer «Badi» schöne Stunden.
Ich durfte damals (1962) in einem Initiativ- und Baukomitee ...
Erinnerungen von Hansjakob Altenburger
Es freut mich, das Jubiläum miterleben zu dürfen. Seit 60 Jahren verbringen «Gross und Klein» im Sommer in unserer «Badi» schöne Stunden.
Ich durfte damals (1962) in einem Initiativ- und Baukomitee mitwirken, das die vielen Fragen prüfte und bearbeitete, und 1966 zum Abschluss brachte.
Der Wunsch nach einem «Freibad» in Aadorf reicht über schon weit über 90 Jahre. Im Jahre 1934 entstand das erste Projekt für eine «Badi» in Aadorf. Der vorgesehene Plan war an der Ländelmark zwischen Aadorf und Tänikon, wo das kleine Badhüttli der Firma Griesser stand, eine öffentliche «Badi» zu bauen. Entsprechende Baupläne und Zeichnungen hatte mein Vater im Schaufenster seiner damaligen Druckerei und Buchhandlung an Kirchplatz ausgestellt. Ein gemischtes Freibad für Frauen und Männer kam jedoch nicht überall gut an. Der damalige Pfarrer Kein wetterte selbst auf der Kanzel dagegen und stellte die Frage, ob man bei Altenburgers noch einkaufen soll? Darauf entfernte mein Vater die Pläne aus dem Schaufenster und das ganze Objekt verschwand für Jahrzehnte.
Erst 30 Jahre später (1962), als in Elgg und Münchwilen bereits Badeanstalten bestanden, wurde der Wunsch nach einer «Badi» in Aadorf wieder lauter. Ein Initiativ- und Baukomitee unter dem Vorsitz von Fritz K., Bahnhofvorstand, und Architekt Rudolf Rhyner, prüften in vielen Sitzungen und Besichtigungen anderer Freibäder die Möglichkeiten für Aadorf. Es bestanden damals zwei Optionen für einen Standort der Badi: Im Gebiet «Rüti / Buchhalde» und am «Heidelberg». Der Standort «Rüti» wurde dann fallen gelassen infolge der ungenügenden Zufahrtsstrassen für den Bau und späteren Betrieb (Rütlistrasse / Unterdorf). Als dann die Bürgergemeinschaft Aadorf das Areal «Heidelberg» in Baurecht abtrat, war der Standort klar.
Mit der Gründung einer «Schwimmbad-Genossenschaft» und dem Erwerb von Anteilscheinen, vieler freiwilliger Beiträge, Fronarbeiten und dem Gemeindekredit, war auch der finanzielle Grundstein gelegt. Der Bau schritt gut voran und die Freude an der Eröffnung im Mai 1966 war damals gross.
In den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder Renovationen, Um- und Neubauten realisiert, sodass sich die Anlage auch heute nach 60 Jahren in einem sehr guten Zustand präsentiert und rege benützt wird.
Ich wünsche allen Teilnehmern ein frohes Jubiläums-Wochenende und noch viele schöne «Bade-Sommer» im Freibad Heidelberg.
HANSJAKOB ALTENBURGER
