Winterzeit ist Lesezeit. Ob im kuscheligen Sessel oder auf dem Sofa – der Winter bietet die perfekte Gelegenheit, in Geschichten einzutauchen. Auch wir in der Redaktion greifen ab und zu zum Buch. Eines davon stellen wir Ihnen hier vor. Und Sie? Welches Buch begleitet Sie gerade? Schreiben ...
Winterzeit ist Lesezeit. Ob im kuscheligen Sessel oder auf dem Sofa – der Winter bietet die perfekte Gelegenheit, in Geschichten einzutauchen. Auch wir in der Redaktion greifen ab und zu zum Buch. Eines davon stellen wir Ihnen hier vor. Und Sie? Welches Buch begleitet Sie gerade? Schreiben Sie uns!
«Ich denk, ich denk zu viel»
VON NINA KUNZ
Nina Kunz ist eine Schweizer Journalistin, Kolumnistin und Autorin (*1993), die sozial- und wirtschaftshistorisch studiert hat und mit ihren pointierten, nachdenklichen Texten über Gegenwartsängste, Netz-Kultur und Selbstzweifel ihre Generation spiegelt. Ihre Texte erschienen bereits in der «Neuen Zürcher Zeitung», der «ZEIT», dem «ZEITmagazin» und dem «Magazin» des «Tagesanzeigers». 2018 und 2020 wurde sie zur «Kolumnistin des Jahres» gewählt. Seit 2024 ist sie zudem Kritikerin im SRF-Literaturclub.
In ihrem Essayband gelingt ihr etwas Seltenes: Sie schreibt über das ganz normale, manchmal chaotische Innenleben junger Erwachsener, ohne jemals banal zu werden. Ihre Texte kreisen um Unsicherheiten, Selbstzweifel und gesellschaftliche Erwartungen – aber auf eine Weise, die gleichzeitig leicht, klug und humorvoll ist.
Was das Buch besonders macht, ist die Art, wie Kunz Alltagsbeobachtungen mit grösseren Fragen verknüpft: Warum fühlen wir uns oft überfordert, obwohl objektiv alles gut läuft? Wieso vergleichen wir uns ständig? Und was macht das ständige Nachdenken mit unserer Lebensfreude? Die Autorin beschreibt solche Momente mit viel Wärme und Selbstironie, sodass man sich beim Lesen oft ertappt, aber nie belehrt fühlt.
Nina Kunz hat mit «Ich denk, ich denk zu viel» ein zugängliches, reflektiertes Buch geschrieben. Für alle, die manchmal in ihren eigenen Gedanken hängen bleiben – und Lust haben, sich darin mit jemandem wiederzufinden, der diese Gedankenschleifen genauso kennt. Leicht zu lesen, aber lange nachwirkend.
SARAH STUTTE
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