Bewahrung der Schöpfung statt Ersatzreligion
Die Klimafonds-Initiative wird als Generationenprojekt «verkauft», offenbart aber Züge einer Ersatzreligion. Wenn CO2 zur «Erbsünde», internationale Abkommen zur unfehlbaren «Heiligen Schrift» und ...
Bewahrung der Schöpfung statt Ersatzreligion
Die Klimafonds-Initiative wird als Generationenprojekt «verkauft», offenbart aber Züge einer Ersatzreligion. Wenn CO2 zur «Erbsünde», internationale Abkommen zur unfehlbaren «Heiligen Schrift» und die Klimaneutralität zum absoluten «Erlösungsziel» erhoben werden, geht der Blick für angemessene Lösungen verloren.
Die Initiative verspricht zwar eine hoffnungsvolle Zukunft, blendet die enormen Kosten aber weitgehend aus. Dieser moralische Optimismus führt zu einem indirekten Erlösungszwang: Wer die finanziellen Folgen kritisch hinterfragt, gilt schnell als jemand, dem die Zukunft egal ist.
Ein gesundes Weltbild hingegen sollte in der Eigenverantwortung gegründet sein. Das bedeutet: Wir schützen unsere Lebensgrundlagen aus Dankbarkeit und Respekt. Aus unserer Freiheit und der Liebe zur Schöpfung übernehmen wir Verantwortung – nicht aus staatlich verordnetem Zwang oder der Selbstüberschätzung, das Weltklima durch finanzielle Umverteilung und das Umgehen der Schuldenbremse «retten» zu können.
Wir brauchen keine moralische Überhöhung, sondern eine Rückkehr zu pragmatischen Güterabwägungen und technologischem Fortschritt, der den Menschen dient, statt sie durch einen modernen «Ablasshandel» zu bevormunden, der uns jährlich rund sieben Milliarden Franken kosten wird. Dieses Geld würde uns an anderer Stelle fehlen.
Wer die Umwelt bewahren und unsere finanzielle Stabilität schützen will, sagt am 8. März: Nein zur Klimafonds-Initiative.
ANDREAS SIGRIST, KANTONSRAT
EDU, GUNTERSHAUSEN